Bad Wildungen

Wildunger Scharnier auf Weg gebracht

- Bad Wildungen (jm). Aufhebung des Stadtrings und Lichteffekte auf der Allee: Das Stadtparlament hat das seit rund einem Jahr intensiv diskutierte Förderprogramm des Landes Hessen (Aktive Kernbereiche) verabschiedet.

Es hat für Bad Wildungen einen stolzen Gesamtumfang von 6,75 Millionen Euro. Was allerdings tatsächlich verwirklicht wird, steht derzeit „in den Sternen“. Das zusammen mit Edertal und Fritzlar entwickelte „Integrierte Handlungskonzept“ geht nunmehr zur Bewertung ins hessische Wirtschaftsministerium. Im Frühjahr 2010 dürfte klar werden, was bewilligt/bezuschusst wird oder nicht. Vor der Umsetzung einzelner Projekte wollen die Wildunger auf jeden Fall erst mal einen „städtebaulichen Wettbewerb“ ankurbeln, der die bisher bei Abgeordneten und in der Öffentlichkeit strittigen Vorstellungen klären soll. Grundsätzlich haben sich die Badestädter eine teilweise spektakuläre Stärkung der Achse Brunnenallee / Brunnenstraße auf die Flagge geschrieben. Ein ehrgeiziges Vorhaben, schließlich handelt es sich um die entscheidenden Stadtbereiche in Altstadt und Kurviertel. Praktisch eine Strecke vom Kurhaus bis zum Rathaus. Überdachung der Fußgängerzone oder kräftige Aufwertung von Geschäftsbereichen und Aufenthaltsräumen, dies sind nur wenige Schlagworte. Schwerpunkt der beabsichtigten Investitionen ist das „Wildunger Scharnier“ mit rund 2,4 Millionen Euro. Wie mehrfach berichtet, soll die Aufhebung des Einbahnstraßensystems auf dem Stadtring verbunden werden mit einer Neugestaltung des gesamten Fußgänger- und Straßenraums zwischen Kur­schattenbrunnen und Postplatz. Zweitgrößter Brocken im „Fördergebiet Bad Wildungen“ ist mit 1,65 Millionen Euro die Aufwertung privater Geschäftsgebäude und Pensionen, wobei der Ansatz einen Privatanteil von 30 Prozent dieser Summe enthält. Bürgermeister Volker Zimmermann empfiehlt, sich zu diesem Zeitpunkt an umstrittenen Details wie Wegnahme von Parkplätzen nicht zu stören, das gegenwärtige Handlungskonzept beinhalte ausschließlich eine „Beschreibung vielfältiger Möglichkeiten“. Die Festlegung konkreter Projekte werde im Rahmen einer weiteren „Planungs- und Umsetzungsphase“ unter Einbeziehung der politischen Gremien erfolgen.Die einzige Wortmeldung in der Stadtverordnetenversammlung kam von der SPD. „Keine Euphorie, aber Hoffnung auf merklichen Fortschritt“, so beschrieb Sprecher Wolfgang Nawrotzki das Stimmungsbild bei den Sozialdemokraten zu diesem Thema.

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