Stadtbrandinspektor Ralf Blümer in gemeinsamer Jahreshauptversammlung wiedergewählt

Wildunger Wehren zu 239 Einsätzen ausgerückt

Bad Wildungen - Zu insgesamt 239 Einsätzen und damit 57 weniger als im Vorjahr wurden die Bad Wildunger Feuerwehren im vergangenen Jahr alarmiert.

Stadtbrandinspektor Ralf Blümer nannte in seinem Jahresbericht in der gemeinsamen Jahreshauptversammlung der Wehren einige Details aus der Statistik: 179 Einsätze absolvierte die Stützpunktfeuerwehr aus Bad Wildungen, 36 entfallen auf Reinhardshausen, 10 auf Wega, fünf auf Braunau und zwei auf Hundsdorf. Die Wehren aus Frebershausen und Bergfreiheit hatten jeweils einen Einsatz. Überhaupt nicht alarmiert wurden in 2013 die Feuerwehren aus Armsfeld, Hüddingen und Mandern.

Die Alarmierungen umfassten Brand-, Sturm-, Tier/Insekten -Einsätze, Amtshilfen, Ölspuren, Türöffnungen, Unwettereinsätze, Menschenrettung, Verkehrsunfälle, Unterstützung des Rettungsdienstes sowie Brandsicherheitsdienste. 79 Fehlalarme beschäftigten die Wehren.

Der Katastrophenlöschzug der Bad Wildunger Feuerwehr war mit insgesamt 23 Kräften, einem Mannschaftstransportwagen, einem Löschfahrzeug 16, einem Löschfahrzeug 8/6 und einem Gerätewagen GW-L 2, bei einem Hochwassereinsatz in Sachsen im Einsatz.

In seinem umfangreichen Bericht ging der Stadtbrandinspektor auch auf die Brandschutzerziehung, die Teilnahme an Wettbewerben, auf Leistungsübungen sowie auf Aus- und Fortbildungen (79 Teilnehmer), ein. Der Mitgliederbestand der Einsatzabteilungen betrug zum Jahresende 278 Einsatzkräfte. In den Jugendabteilungen der Feuerwehren sind 90 Mädchen und Jungen aktiv. Der Alters- und Ehrenabteilungen gehören 148 Kameraden an. Der Musikzug zählt 44 Mitglieder, der Katastrophenlöschzug 46 Kameradinnen und Kameraden.

Der vorgehaltene Fahrzeug- und Gerätepark spiegelt die Erfordernisse einer modernen Gefahrenabwehr wieder, so Blümer. Für den Brandschutz und die allgemeine Hilfe im örtlichen und überörtlichen Bereich stehen den Wehren ein Einsatzleitwagen, 14 Löschfahrzeuge, ein Hubrettungsfahrzeug, vier Rüst- und Gerätewagen, vier Mannschaftstransportwagen und vier Anhänger zur Verfügung.

An Geräten stehen elf Tragkraftspritzen, 89 Pressluftatmer, vier Spreizer, vier Schneidgeräte, acht Rettungszylinder, ein Kombigerät, elektrisch, (alle hydraulisch) sowie ein Sprungpolster, zwei Rettungszelte, sechs Hochleistungslüfter, drei Wärmebildkameras und 135 Funkmeldeempfänger im Einsatz.

In einer Art von Zukunftswerkstatt bietet sich nach den Worten von Blümer die Möglichkeit, auf Fragen der künftigen Anforderungen Antworten zu finden. Themen, wie die Gewinnung und Bindung von Einsatzkräften, Aus- und Fortbildung, technische Entwicklung/ technische Ausstattung, Interkommunale Zusammenarbeit, Demographie, die Zusammenarbeit mit anderen Hilfsorganisationen, die Entwicklung des Einsatzspektrums und das Einsatzaufkommen schnitt er an. „Auf die Fragen von Morgen müssen wir schon heute Konzepte entwickeln“, so der Stadtbrandinspektor.

Abschließend würdigte Blümer alle Unterstützer der Feuerwehr sowie Polizei und DRK Bad Wildungen und die Notärzte für die unproblematische und gute Zusammenarbeit. Stadtjugend-Feuerwehrwart Matthias Biederbeck berichtete über die vielfältigen Aktivitäten der Jugendfeuerwehren wie Teilnahme an Wettbewerben, Meisterschaften, Zeltlager. Erfreut nahm die Versammlung die Nachricht auf, dass der Bestand an Jugendlichen wieder leicht zugenommen hat.

Vergangene Woche fusionierten auf freiwilliger Basis die Feuerwehren aus Frebershausen und Hüddingen. Die gewählten Wehrführer der fusionierten „Feuerwehr Frebershausen-Hüddingen“ wurden durch Bürgermeister Volker Zimmermann zu Ehrenbeamten ernannt (siehe Foto), ebenso der gewählte Wehrführer aus Hundsdorf.

Brandschutzehrenzeichen verlieh Kreisbrandinspektor Gerhard Biederbick an stellvertretenden Stadtbrandinspektor, Frank Volke (25 Jahre Katastrophenschutz), Ronny Thiele (10 Jahre Katastrophenschutz), Wilhelm Paul (25 Jahre aktiv), Friedhelm Heckmann (25 Jahre), Markus Steinmetz (25 Jahre), Reiner Gimpel (40 Jahre), Peter Koch (40 Jahre), Andreas Lichtblau (25 Jahre), Kai Weitzel (25 Jahre).

Einziger Kandidat zur turnusgemäß anstehenden Neuwahl des Stadtbrandinspektors war der bisherige Amtsinhaber, Ralf Blümer. In geheimer Wahl erhielt er von den 134 Stimmberechtigten der Einsatzabteilungen die erforderliche Mehrheit. Bürgermeister Volker Zimmermann, der auch als Wahlleiter eingesetzt wurde, überreichte die Ernennungsurkunde für die weiteren fünf Jahre. Zimmermann betonte, dass Ralf Blümer als Stadtbrandinspektor von Magistrat, Stadtparlament und Bürgermeister das uneingeschränkte Vertrauen besitzt.

Grußworte sprachen Kreisbrandinspektor Gerhard Biederbick, Bürgermeister Volker Zimmermann sowie Landtagsabgeordnete Daniela Neuschäfer (SPD). (rü)

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