Bad Wildungen

Wildwuchs bei Windkraft verhindern

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- Bad Wildungen (höh). Die offene Rechtslage lässt Windkraftanlagen in vielen Bereichen des Stadtgebiets zu. Das wollen die Bad Wildunger Stadtverordneten unbedingt verhindern.

Gleich zwei Fraktionen – Bündnis 90/Die Grünen und die FDP – stellten in der Parlamentssitzung am Montagabend in der Wandelhalle Anträge zur Festlegung von Flächen für Windkraftanlagen. „Wir möchten ein Zeichen setzen, dass es möglich sein muss, in Bad Wildungen neben der Sonnenenergie und Biogas-Anlagen ebenso auf Windenergiegewinnung zu setzen“, so der Fraktionsvorsitzende der Umwelt-Partei, Klaus Stützle. Er verwies gleichzeitig auf Chancen durch Mehreinnahmen aus der Einspeisevergütung, die den städtischen Haushalt entspannen könnten.

Klärungsbedarf meldete Prof. Dr. Horst Zebe an. Vor dem Hintergrund des jüngsten Urteils zur Ausweisung von Flächen für die Windenergieanlagen im Regionalplan Nordhessen „ist es unbedingt notwendig, dass sich die Stadt Bad Wildungen mit Beschlüssen vorbereitet und klar positioniert, da die Rechtslage Windenergieanlagen als bevorrechtigt einstuft“. Die 90 bis zu 200 Meter hohen Anlagen mit ihrer Geräuschkulisse gefährdeten Tourismus und weiße Industrie. „Wir befürchten Wildwuchs.“ Beleger von Kliniken wünschten keine Windkraftanlagen in der Nähe und hätten bereits mit Kündigung gedroht. Der Ausstieg aus der Atompolitik sei beschlossene Sache, aber die Suche nach Alternativen müsse vor der Haustür anfangen, entgegnete Oliver Syring (CDU).

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