Höringhausen

Windkrafträder verbieten geht nicht

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- Waldeck-Höringhausen (su). Mancher Höringhäuser sieht sein Dorf im Geiste schon von Energie-Windmühlen umzingelt. Darauf lassen schriftliche Anfragen der FWG und der SPD im Waldecker Parlament schließen.

Wie hoch sollen die Windkraftanlagen künftig werden? Wie weit stehen sie von Wohngebieten entfernt? Was kann man gegen sie tun? Solche Fragen bewegen viele Bürger. Bürgermeister Jörg Feldmann gab ausführliche Antworten.

Die wichtigste vorweg: Auf dem Klageweg als Otto Normalanwohner die Rotorriesen verhindern zu wollen, erscheint wie die XXL-Ausgabe des Don-Quixote-Kampfes gegen die Windmühlenflügel. „Da klagen Sie gegen das Regierungspräsidium und letztlich sogar gegen das Land Hessen.“ Der Vorrang der regenerativen Energien sei politisch-gesellschaftlich gewollt und beschlossen. Die neuen Regionalpläne müssten deshalb so genannte „Windvorrangflächen“ ausweisen, auf denen die umstrittenen Anlagen stehen dürfen. Dagegen sei dann praktisch kein Juristenkraut mehr gewachsen.

Den Schlüssel zu einem „Nein“ halten allein die Eigentümer der Grundstücke auf den ausgewiesenen Flächen in der Hand. „Wenn sie ihre Grundstücke nicht an Windkraft-Unternehmer verkaufen, kann auch nicht gebaut werden“, präzisierte Feldmann. Darüber hinaus verwies er auf die Erfolge der Stadt in den Verhandlungen mit dem Regierungspräsidium um den neuen Regionalplan.

Um Höringhausen verteilt waren ursprünglich 190 Hektar an Windvorrangflächen vorgesehen. „Wir haben diese Flächen in den Gesprächen auf 92 Hektar verringern können“, betonte der Bürgermeister.

Mehr lesen Sie in der WLZ vom Samstag, 12. Februar.

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