Deutliche Entspannung an der Wildunger Baustellenfront schon ab heute

Zeit der Umwege endet früher

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Das Wildunger Ordnungsamt bleibt trotz Kritik dabei: Ampeln regeln den Verkehr an der Itzel-Baustelle.

Bad Wildungen - In affenartiger Geschwindigkeit arbeiten die Baufirmen am Knotenpunkt B 253/B 485.

Das hat gute Nachrichten für die Autofahrer in und um Bad Wildungen zur Folge. Am 14. Juni sollten die Arbeiten ursprünglich beendet sein, doch schon am aktuellen Wochenende wird die halbseitige Sperrung der B 253 zwischen Wega und dem Ense-Parkplatz aufgehoben, teilte „Hessen Mobil“ Bad Arolsen (früher Amt für Straßen- und Verkehrswesen) gestern auf WLZ-FZ-Anfrage mit.

„Ohren“ schneller fertig

Auch die so genannten „Ohren“ des Knotenpunktes, die Auf- und Abfahrten, die beide Bundesstraßen miteinander verbinden, sind allerhöchster Wahrscheinlichkeit nach viel früher fertig, als es die offizielle Planung besagt.

„Ob es bis Fronleichnam klappt, ist nicht sicher, aber in der Woche darauf, zum 5./6. Juni sieht es sehr gut aus“, antwortete Günter Henkelmann von Hessen Mobil. Es müsste etwas Schwerwiegendes dazwischen kommen, um das noch zu verhindern. Gut eine Woche früher als gedacht würden die Bauarbeiter damit das gesamte Projekt abschließen. Die Kosten für die Erneuerung der Fahrbahn in diesen Bereichen belaufen sich laut Auftrag auf 475 000 Euro.

Amt nahm Rücksicht

Verkehrsteilnehmer mussten zwar in den zurückliegenden Wochen einige Unannehmlichkeiten hinnehmen, doch es hätte viel schlimmer kommen können, wenn Hessen Mobil der Stadt Bad Wildungen nicht bei der Terminplanung entgegengekommen wäre, schildert Ordnungsamtsleiter Martin Segeler „Ursprünglich sollte der Knotenpunkt gesperrt werden, als auch der Wäschebachkreisel im Bau war.“

Keine Ampel bei 5,50 Meter

„Das hätte große Probleme verursacht und auf unsere Bitte hin hatte Hessen Mobil seine Maß?nahme damals verschoben.“ Dass dieses Projekt nun mit den Bauarbeiten in der Itzelstraße zusammengefallen sei, habe damals niemand voraussehen können und die Folgen seien für den Verkehr auch längst nicht so gravierend, wie sie im anderen Fall gewesen wären.

In diesem Zusammenhang verteidigt Segeler nochmals die Ampelregelung an der Itzel. In Wildungen hatte es Kritik deswegen gegeben und es wurde auf Bergheim/Giflitz verwiesen, wo der Landkreis in einer ähnlichen Situation bei der langen Baustelle auf der Bahnhofstraße auf Ampeln verzichtet hat. „Wenn eine Straßenbreite von 5,50 Meter verbleibt, braucht man keine Ampel“, erklärte Kreis-Pressesprecher Dr. Hartmut Wecker dazu auf Nachfrage.

Probleme mit Bussen

Die 5,50 Meter bleiben in der Itzelstraße nicht für den Verkehr übrig, ist Martin Segeler überzeugt und fügt hinzu: „Mit Bussen gibt es im Begegnungsverkehr Probleme. Ich habe das selbst beobachtet, als Autos sich – von Grundstücken hinunter fahrend – nicht in den Ampelverkehr eingeordnet haben. Die standen plötzlich einem Bus gegenüber und es ging weder vor noch zurück, weil die Straße zu schmal war.“

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