Bad Wildungen

Zwei Unfallfluchten aufgeklärt

- Bad Wildungen. Am Mittwochnachmittag hatte ein unbekannter Autofahrer auf einer Verkehrsinsel in der Berliner Straße/Ecke Bahnhofstraße eine Straßenlaterne umgefahren und den Verkehr zeitweise lahmgelegt. Ausgelaufenes Öl brachte die Polizei schnell auf die Spur: Das Unfallauto wurde wenige Hundert Meter entfernt auf dem Parkplatz eines Kleingartengeländes gefunden. Vom Fahrer fehlte zunächst jede Spur. Nach Zeugenaussagen ist inzwischen die Unfallflucht geklärt. Auch bei einem zweiten Fall von Unfallflucht war die Polizei erfolgreich.

Beim ersten Fall saß am Steuer des grünen Ford der 52-jährige Wildunger, der auch Halter des Wagens ist. Zeugen hatten den Mann erkannt und den Beamten seinen Aufenthaltsort genannt: Der 52-Jährige befand sich in einer Hütte in einer anderen Kleingartenanlage. Als die Beamten ihn rund anderthalb Stunden nach der Unfallflucht dort antrafen, habe er erheblich unter Alkoholeinfluss gestanden. Die Polizei ordnete Blutentnahme an und stellte den Führerschein des Mannes sicher. Neben Unfallflucht unter Alkoholeinfluss muss sich der Bad Wildunger auch wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz verantworten. In seinem Wagen lag nämlich griffbereit eine geladene Schreckschusspistole. Das Führen von Schreckschusswaffen erfordert einen sogenannten kleinen Waffenschein. Die Ermittlungen dazu dauern aber noch an, teilte die Polizei weiter mit.Bei der zweiten Unfallflucht überführten Teile eines zerbrochenen Spiegelgehäuses einen Autofahrer, der Ende März auf der Bundesstraße 253 einen Anhalter an der Hand verletzt hatte und Unfallflucht beging. Zwei 17-Jährige traten zu Fuß den Heimweg von einer Wegaer Diskothek in Richtung Bad Zwesten an. In Höhe der Ense-Schule wollten sie kurz nach 6 Uhr einen Autofahrer anhalten. Einer der beiden alkoholisierten Jugendlichen wurde beim Trampen von dem Außenspiegel des Pkw an der Hand erfasst und musste in einer Spezialklinik behandelt werden. Anhand der Spuren war klar, dass es sich bei dem flüchtigen Auto um einen grünen VW Sharan, Ford Galaxy oder Seat Alhambra handeln musste. Die Ermittler arbeiteten eine Liste mit 148 in Waldeck-Frankenberg und im angrenzenden Schwalm-Eder-Kreis angemeldeten Fahrzeugen dieser Typen ab. Bei einem 43-Jährigen aus einem Wildunger Stadtteil wurde das Unfallauto entdeckt. An seinem Pkw war das Gehäuse des rechten Außenspiegels beschädigt. Nach anfänglichem Leugnen räumte der Mann die Unfallflucht ein. Er gab an, der 17-Jährige habe beim Trampen in Richtung des Wagens geschlagen und so den Spiegel getroffen. In der Dunkelheit habe er die Fußgänger am Rande der Bundesstraße erst im letzten Moment erkannt. Den Autofahrer erwartet nun ein Strafverfahren wegen unerlaubten Entfernens vom Unfallort.(höh)

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