Diemelseer starten motiviert in die Dorferneuerung

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Bürgerbeteiligung wird bei der Dorferneuerung groß geschrieben - in Diemelsee ist das Interesse seit dem Auftaktabend in der Adorfer Dansenberghalle groß. Erste Projekte laufen derzeit an.

Diemelsee-Adorf.  Die Diemelseer starten motiviert in die Dorferneuerung. Doch offenkundig reicht der Ansatz im hessischen  Landeshaushalt nicht aus, um die geplanten Vorhaben auch zu finanzieren. Auch in Diemelsee liegen deshalb Förderanträge vorerst auf Eis.

„Wir haben zu viele Förderschwerpunkte und wenig Mittel“, bilanzierte Bernd Wecker vom Büro Bioline bei der Sitzung der Gemeindevertreter. Dabei stellte er den Sachstand bei der gemeinsamen Dorfentwicklung für alle 13 Ortsteile vor. Nachdem das Integrierte Kommunale Entwicklungskonzept, kurz IKEK, genehmigt ist, geht es an die Umsetzung, acht Jahre hat die Gemeinde dafür Zeit.

Inzwischen hat sich die Steuerungsgruppe gebildet, die zweimal getagt hat. Sie hat derzeit 23 Mitglieder. Die beiden Sprecher sind Hartmut Schmidtke und Franziska Lages.

Wecker stellte Startprojekte vor:

– ein Nutzungskonzept für alle Gemeinschaftseinrichtungen,

– Ein Forum für Vereine,

– Gastronomen sollen sich vernetzen,

– statt ein Leerstandskataster in der Verwaltung zu pflegen, sollen in den 13 Dörfern „Leerstandslotsen“ gefunden werden.

Sein Fazit: „Die Umsetzung läuft gut an“.

Auch die private Förderung stoße auf großes Interesse: Mehr als 150 Hauseigentümer hätten sich schon  beraten lassen, berichtete Wecker. 20 Anträge auf Umbauten seien schon bewilligt.

Doch damit sei das Kontingent für 2016 auch schon ausgefüllt. Weitere Anträge lägen vor, berichtete Wecker. Deshalb müsse der Fachdienst Dorf- und Regionalentwicklung des Kreises die Projekte nach einem Punktesystem „priorisieren“. Und die die landeseigene WI-Bank unterziehe die Projekte noch einer „hessenweiten Verlosung“.

Bürgermeister Volker Becker hob die Bedeutung der Dorferneuerung hervor: „Die Defizite sind da, Diemelsee ist nicht ohne Grund ins Programm aufgenommen worden.“ Die Zahl der privaten Anträge belege, dass der Bedarf vorhanden sei. „Schade, dass die Anträge nicht bedient werden.“

„Wir brauchen mehr Geld“, mahnte er. „Wir wollen, dass investiert wird“, und die Gemeinde wolle neue Einwohner und möglichst auch neue Unternehmer gewinnen. "

Der CDU-Landtagsabgeordneten Armin Schwarz habe in Aussicht gestellt, der Haushaltsansatz werde im nächsten Jahr vielleicht verdoppelt.

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