Vorbereitungen fürs Grenzlandfest vom 11. bis 13. September in Vasbeck laufen auf Hochtouren

Erste Probe für den „Zapfenstreich“

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Vorige Woche kamen in der Walmehalle die hessischen Ortsvorsteher, die ehrenamtlichen westfälischen Bürgermeister und der Vasbecker Festausschuss als Vertreter der zwölf beteiligten Dörfer zusammen, um die letzten Absprachen fürs große Grenzlandfest vom 11. bis 13. September zu treffen.Foto: Wilhelm Figge

Diemelsee-Vasbeck - Der „Große Zapfenstreich“ soll ein stimmungsvoller Höhepunkt des Grenzlandfestes werden. Die Proben haben begonnen.

„Ehrenzug stillgestanden“, ruft Thorsten Heyner mit lauter Stimme über den Sportplatz. Ein Ruck geht durch die angetretenen Männer - nicht wenige kennen die Kommandos noch aus ihrer Bundeswehrzeit. Auch Heyner ist vom Fach: der Berufssoldat ist Stabsfeldwebel. Er übernimmt das Kommando beim „Großen Zapfenstreich“, der beim großen Grenzlandfest in zwei Wochen als Krönung des Freitagabends auf dem Programm steht.

Vom 11. bis 13. September wollen alle elf Dörfer rund um Vasbeck Grenzen überwinden und gemeinsam feiern, auch Freunde aus Geschwenda in Thüringen reisen an dem Wochenende an, um das 25-jährige Bestehen der Partnerschaft mit der Gemeinde Diemelsee zu begehen.

Erster Aufmarsch

Am Dienstag war die erste Probe für den Zapfenstreich. Auch einige Zuschauer verfolgen voller Vorfreude den Aufmarsch und die Darbietungen des Spielmanns-und Musikzug der Adorfer Feuerwehr, der in voller Besetzung erschienen war.

Rund 60 Männer und Frauen zogen im Gleichschritt über den Sportplatz - dabei galt es auch, die Aufmarschwege und die besten Plätze für die Aufstellung der Musiker und des Ehrenzugs genau festzulegen. Den Ehrenzug sollen je zwölf Uniformierte aus jedem der zwölf Grenzland-Dörfer bilden - in der Regel Schützen und Feuerwehrleute. Hinzu kommt voraussichtlich die Delegation aus Geschwenda. Somit dürften neben den Adorfern mehr als 150 Teilnehmer auf dem Sportplatz stehen.

Die Vasbecker Feuerwehr stellt 24 Fackelträger zur Begleitung der Adorfer Musiker, außerdem hat jede Dorfabordnung vier Fackelträger. Bei diesen Massen an Leuten sind Proben unerlässlich, damit jeder die Wege und seine Position kennt.

Die drei Lieder der Serenade hat der Festausschuss ausgewählt - welche es sind, soll noch nicht verraten werden. Die Adorfer wollen sie in den nächsten beiden Wochen bei ihren regulären Übungsabenden proben. Die übrigen musikalischen Bestandteile der Zeremonie wie das „Locken“ der Pfeiffer und der russische Choral „Ich bete an die Macht der Liebe“ kennen sie bereits - für die erfahrenen Musiker ist es schließlich nicht der erste Zapfenstreich.

Auch der Ablauf steht im Prinzip fest: Nach dem Programm des Festaktes verlassen die Musiker und die Mitglieder des Ehrenzuges gegen 21.15 Uhr das Festzelt und stellen sich am Gasthof „Westfalenblick“ auf. Die Fackeln werden angezündet, und der Zug marschiert auf dem Sportplatz ein. Dort warten bereits die anderen uniformierten Gäste der Grenzland-Dörfer, für die Ehrengäste wird eine Tribüne aufgebaut. Auch fürs Publikum ist ausreichend Platz.

Die Meldung „Großer Zapfenstreich angetreten“ von Thorsten Heyner nimmt die Schirmherrin des Festes entgegen, die SPD-Europaabgeordnete Martina Werner. Sie gibt das Kommando, mit der Zeremonie zu beginnen.

Rainer Wetekam gibt dem Publikum als Moderator einige Erläuterungen über die Geschichte des Zapfenstreichs und den Ablauf. Mit der deutschen Nationalhymne und dem Ausmarsch soll die Zeremonie enden.

Auch am Dienstag gingen die Teilnehmer die einzelnenen Schritte durch, die Adorfer Musiker spielten die Lieder.

„Es ist gut gelaufen“, stellt der Sprecher des Festausschusses, Rainer Wetekam, fest. Für den nächsten Dienstag, 1. September, ist die zweite Probe auf dem Sportplatz angesetzt, dann aber ohne die Adorfer Musiker. Allerdings muss der Ehrenzug noch in größerer Besetzung üben. Deshalb ruft der Festausschuss auf, aus jedem Dorf eine Delegation zu schicken.

Schon in der vorigen Woche kamen die hessischen Ortsvorsteher, die ehrenamtlichen westfälischen Ortsbürgermeister und der Festausschuss als Vertreter der zwölf beteiligten Dörfer zusammen, um die letzten Absprachen fürs Grenzlandfest zu treffen. Bei der Sitzung in der Walmehalle stellte Wetekam auch den nochmals aktualisierten Programmablauf vor - siehe den unten stehenden Text.

Feier im Festzelt

Weitere Neuerung: Gefeiert wird nicht wie ursprünglich vorgesehen in der Walmehalle, sondern in einem 40 mal 15 Meter großen Festzelt, das zwischen der Halle und dem Sportplatz aufgebaut wird. Es hat Platz für etwa 800 Gäste. Vom Zelt besteht ein Zugang zu den Toiletten in der Halle. Und auf einer dem Festgelände angrenzenden Wiese werden beleuchtete Parkplätze für die Besucher ausgewiesen.

Von Dr. Karl Schilling

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