Känguru wird in neuem Zuhause aufgepäppelt

„Skippy“ wird in Medebach heimisch

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Nachdem er wochenlang als „Sauerlandkänguru“ Schlagzeilen produzierte, ist Skippy letzten Freitag in Schweinsbühl gefangen worden. Jetzt lebt er in Medebach.Archivbild: Wilhelm Figge

Diemelsee-Schweinsbühl/Medebach - Sauerlandkänguru „Skippy“ lebt sich gut in seinem neuen Zuhause in Medebach ein.

Nachdem das kleine Männchen am Freitag in Schweinsbühl eingefangen wurde, haben Doris Schneider-Lange und Markus Lange es bei sich aufgenommen. Die Züchter halten bereits fünf Kängurus, zu denen „Skippy“ sich nun gesellt.

Kleinster im neuen Zuhause

Er ist kleiner als seine neuen Mitbewohner, zudem etwas mager, beschreibt Doris Schneider-Lange ihren neuen Schützling: „Ein bisschen müssen wir ihn aufpäppeln.“ Der erste Eindruck, dass er unverletzt ist, hat sich derweil bestätigt: „Es geht ihm gut und er hüpft herum.“ Er esse gut und lasse sie immer näher an sich heran.

Derweil müsse sie das Känguru vor einem Besucheransturm beschützen. Von knapp 20 verschiedenen Seiten seien Medienanfragen eingegangen, Fernsehsender hätten zu Studiobesuchen eingeladen. „Skippy“ brauche aber Ruhe, um sich einzuleben.

Frage nach Zuständigkeit

Offen war am Freitag noch, ob das Känguru als Wildtier oder als entlaufenes Tier gilt. Je nachdem wäre der Jagdpächter oder die Gemeinde zuständig für die Kosten des Einfangens. Diese hat indes das Korbacher Tierheim übernommen. Ein Besitzer, dem „Skippy“ entlaufen sein könnte, hat sich auch nach dem bisherigen Medienrummel noch nicht gemeldet. Doris Schneider-Lange geht also davon aus, dass das Känguru auf absehbare Zeit in Medebach bleiben wird.(wf)

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