CDU diskutiert in Bad Arolsen über die Pläne des Waldeckschen Diakonissenhauses in der Gemeinde

Tagespflege und Seniorenheim für Diemelsee

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Diemelsee. Die Diemelseer CDU besichtigte die Tagespflege des Waldeckischen Diakonissenhauses Sophienheim, kurz WDS, in Bad Arolsen. Sie will auch in der Gemeinde eine solche Einrichtung schaffen, am Donnerstag ist die Vertragsunterzeichnung.

Die Einrichtung in Bad Arolsen st nach einem weiteren Umbau für 30 Plätze ausgerichtet. Auch Bewohner aus Diemelsee gehören zu den regelmäßigen Besuchern. Heimleiter Christoph Sailer erläutert, was Tagespflege beinhalte: „Soziale Kontakte pflegen, Struktur in den Tagesablauf bringen, teilhaben am täglichen Leben, gezielte Anregungen und Anreize bieten zum Mitmachen. Und das für jeden Besucher individuell abgestimmt.“

Das Haus beabsichtigt, eine solche Tagespflege auch in Diemelsee zu schaffen. Sie soll zwölf bis 15 Plätze umfassen, die Eröffnung ist für das Frühjahr 2016 geplant . Björn Stöcker erkundigte sich nach weiteren Plänen des WDS in Diemelsee – wie berichtet, treibt eine Initiative die Einrichtung eines Seniorenheims in Adorf voran.

Pfarrer Oswald Beuthert erläuterte, dass die Gemeinde als Modellregion ausgewählt worden sei. Eine Sozialraumanalyse solle im nächsten Monat fertig werden. Ziel sei es, den Bedarf zu ermitteln. Daran schließe sich eine längere Studie zur Sozialraumentwicklung an. „Über diese Vorhaben ist der Gemeindevorstand schon informiert, er steht mit dem WDS im Gespräch“, sagte der Erste Beigeordnete Eckhard Köster.

Das Altersheim in Flechtdorf wird ebenfalls vom WDS betrieben. Dort seien viele Pfleger aus der Region angestellt, deren Arbeit von der Bevölkerung sehr geschätzt werde. Auch das Umfeld habe sich in den vorigen Jahren zu Gunsten des Altenheims entwickelt, etwa durch die Kaffeestube der Flechtdorfer Bäckerei oder die Räume für Familienfeiern im Kloster.

Neben einem Altersheim und einer mobilen Krankenpflege seien aber auch andere Modelle in Diemelsee denkbar. Dezentrale Einrichtungen stünden zunehmend im Fokus. Da viele ältere Menschen gerne so lange wie möglich zu Hause und in ihrem Dorf wohnen wollten, könnten kleinere Wohngemeinschaften mit Betreuern die richtige Lösung sein.

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