Feuerwehren können Übergreifen der Flammen auf die Nachbarhäuser verhindern

Dachstuhlbrand in der Rhoder Altstadt - Bildergalerie

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Den Feuerwehren gelang es, ein Übergreifen der Flammen auf die Nachbarhäuser zu verhindern.

Diemelstadt-Rhoden. 75 Feuerwehrleute waren am Freitagvormittag bei einem Dachstuhlbrand in der Rhoder Altstadt im Einsatz. Zuerst hatte es geheißen, dass eine Familie mit Kindern vermisst würde. Deshalb waren die ersten Rettungskräfte, die unter Atemschutz in das brennende Dachgeschoss vorrückten, besonders alarmiert.

 Umso größer die Erleichterung, als nach intensiver Suche in dem als Wohnung ausgebauten Dachgeschoss keine Personen gefunden wurden. In dem Fachwerkhaus in der eng bebauten Straße Neustadt am Rande der Rhoder Altstadt sind mehrere Familien mit insgesamt zwölf Personen gemeldet.

Dachstuhlbrand am Rande der Rhoder Altstadt

Nach ihnen wurde systematisch gesucht. Als sie gefunden waren,   zählten die Rettungskräfte vier Verletzte mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung. Der Hausbesitzer wurde mit leichten Brandverletzungen ambulant behandelt.

Eine 29-jährige Bewohnerin des Dachgeschosses wurde mit ihrem 7-jährigen Kind vorsorglich in eine Klinik nach Paderborn eingeliefert. Auch eine 39-jährige Ersthelferin verletzte sich. Sie wurde mit Verdacht auf Rauchgasintoxikation in das Warburger Krankenhaus eingeliefert. Der Notruf ging um 8.26 Uhr bei der Einsatzleitstelle  ein.

 Sofort rückte ein Großaufgebot an Rettungskräften aus. Neben der Polizei, den Rettungswagen, zwei Notärzten und dem Leitenden Notarzt waren insgesamt 75 Feuerwehrkameraden aus Rhoden, Wrexen, Helmighausen, Wethen und die Bad Arolser Drehleiter samt Personal  im Einsatz. Auch aus Korbach wurde Unterstützung angefordert. Mit geballten Kräften und dem Wasser aus drei C-Rohren konnte die Feuerwehr ein Übergreifen des Brandes auf die Nachbarhäuser verhindern. Der Dachstuhl des betroffenen Hauses brannte aber vollständig nieder.

Dachziegel zersprangen und fielen krachend vor das Haus, wo ein Pkw parkte und in Mitleidenschaft gezogen wurde.

Die Kriminalpolizei ist am Einsatzort und hat die Ermittlungen zur Brandursache übernommen. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt liegen allerdings weder Hinweise zur möglichen Brandursache noch zur Schadenshöhe vor.

Weil das Gebäude vorläufig unbewohnbar ist, wurden 17 Bewohner und deren Gäste  in mehreren Ferienwohnungen untergebracht. Sie werden dort bis Montag bleiben, dann wird weiter entschieden.

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