In Diemelstadt werden Flüchtlinge als Neubürger aufgenommen

Kümmerer gesucht

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Die Diemelstädter Magistratskommission Zuwanderung als Chance tagte am Montag in Rhoden.

Diemelstadt-Rhoden. Der Name der Magistratskommission, die am Montag öffentlich in der Stadthalle tagte, ist Programm „Zuwanderung als Chance“. Vor rund 70 interessierten Bürgern und einem Dutzend Kommissionsmitgliedern berichtete Bürgermeister Elmar Schröder vom aktuellen Stand der Flüchtlingsströme im Landkreis und von den Strategien in den Rathäusern und im Kreishaus.

Schröder betonte, dass das Land die Vorboten einer neuzeitlichen Völkerwanderung erlebe und dass deshalb Integration eine Daueraufgabe sei. Die gelinge am besten bei einer dezentralen Unterbringung der Neubürger und mit einem schnellen und umfassenden Deutschunterricht. Dann könne Zuwanderung tatsächliche eine Chance für die Region sein, die bekanntlich seit Jahren von Abwanderungsbewegungen betroffen sei.

Die Betriebe suchten händeringend nach Mitarbeitern. das sei die Chance für arbeitswillige und integrationswillige Neubürger. Vorbildlich funktioniert in Wrexen schon seit Jahren der Deutschunterricht, der von Ehrenamtlichen für Neuankömmlinge in der Grundschule angeboten wird. Ähnliches soll nun auch im Rhoder Gemeinschaftshaus aufgebaut werden.

Überhaupt seien Kümmerer gefragt, so der Bürgermeister, engagierte Bürger, die bereit seien, in ihrer Freizeit Flüchtlinge bei Behördengängen, bei Arztbesuchen oder ganz allgemein im täglichen Leben zu begleiten. In Wrexen habe es zum Beispiel Dr. Hans-Jürgen Römer übernommen, Flüchtlingen Arbeitsplätze zu vermitteln. Der Arbeitsverwaltung sei dabei, ihre Vorschriften zu lockern.

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