Geklärte Abwässer aus dem Kallental sollen nicht im Boden versickern

Kanal führt in die Diemel

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Baubeginn für die Verbindungsleitung von der Kläranlage Kallental bis zur Diemel. In einem weiteren Schritt soll über einen so genannten Düker die Diemel unterquert und dann ein Anschluss an die Kläranlage Marsberg-Mitte geschaffen werden. Beim Baubeginn packen die beiden Bürgermeister Elmar Schröder und Klaus Hülsenbeck gemeinsam mit an. Außerdem dabei: die Ortsvorsteher der beteiligten Dörfer Westheim, Helmighausen und Hesperinghausen sowie die Mitarbeiter der Firma Gerhard Jordan.

Diemelstadt. Die Naturschönheiten im Kallental im Dreieck zwischen Helmighausen, Hesperinghausen und Westheim sind allenfalls Experten bekannt. Schlagzeilen macht seit Jahrzehnten vielmehr die Teichkläranlage, die hier im Jahr 1985 zur Reinigung der häuslichen Abwässer von rund 800 Helmighäusern und Hesperinghäusern gebaut wurde.

Bei der Planung der an sich funktionstüchtigen Anlage wurde seinerzeit nämlich übersehen, dass der Bach, der die geklärten Abwässer eigentlich aufnahmen und zur Diemel tragen soll, die meiste Zeit des Jahres trockenfällt. Für Wasserbauexperten ist die Lage eindeutig: Die Vorflut ist zu gering. Der Bach ist kein Bach. Auf Druck der Aufsichtsbehörden wurde über Jahre nach kostengünstigen Alternativen gesucht.

Nun wird gebaut. Für insgesamt 465 000 Euro entsteht eine 1600 Meter lange Kanalleitung, die die geklärten Abwässer, die übrigens alle Grenzwerte einhalten, von der Kläranlage bis in die Diemel leitet. In einem zweiten Schritt soll in den kommenden Jahren eine Vereinbarung mit der Stadt Marsberg geschlossen werden, die Abwässer aus Kallental in der Kläranlage Marsberg-Mitte zu reinigen.

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