Heimat- und Verkehrsverein Wrexen bemüht sich um Integration

Heimatgeschichte und Gegenwart im Blick

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Eine Erkältungswelle hatte Teile des wiedergewählten Vorstands vorübergehend niedergerafft. Anwesend waren (von links) Kassierer Peter Reich, Vorsitzender Dr. Hans-Jürgen Römer, Vorstandsmitglied Hubert Nolte und Bürgermeister Elmar Schröder. Es fehlen Joanne Steinberg, 2. Vorsitzende, und Schriftführer Nils Römer.

Diemelstadt-Wrexen. Der Heimat- und Verkehrsverein Wrexen denkt über eine Namensänderung nach, weil der Namensbestandteil "Verkehr", also Fremdenverkehrsförderung nicht mehr ganz aktuell ist. Vielmehr engagiert sich der rührige Verein neben der Aufarbeitung der Heimatgeschichte nun vermehrt um die Integration von Flüchtlingen.

Der Tätigkeitsbericht, den der Vorsitzende vorlegte, zählte fast alle Bereiche auf, die Wrexen zu einem lebenswerten Ort machen. Ob Wanderungen, Platzbenennungen nach bekannten Bürgern, dekorative Gestaltung der Orpe-Aue, sommerlicher Blumenschmuck im Dorf (großes Lob der Anwesenden für Christina Drolshagen) oder Pflege- und Instandhaltungsarbeiten und Müllsammlungen: Der Verein ist Initiator oder wesentlich beteiligt.

Das Heimatmuseums mit Ortsarchiv liegt ebenfalls in den Händen des HVV. Wegen Umbauarbeiten konnte es in diesem Jahr nicht geöffnet werden. Erster Stadtrat Dieter Oderwald prognostizierte, dass die Arbeiten im ersten Halbjahr 2016 beendet sein werden. Weil der Ort dann auch seine 875-Jahr-Feier begeht, wird auf das sonst übliche Museumseröffnungsfest verzichtet.

Nicht zuletzt hat der HVV die Initiative „Zuwanderung als Chance“ der Stadt tatkräftig unterstützt, die Sprachschule Wrexen mit Ehrenamtlichen für die Flüchtlinge eingerichtet und engagiert sich in der Arbeitsvermittlung der Neubürger. Neun Vollbeschäftigte, zwei Auszubildende und mehrere Ein-Euro-Jobber konnten bereits vermittelt werden. Für die Betreuung von Flüchtlingen zu deren schneller Eingliederung werden dringend noch weitere freiwillige Helfer gesucht, bat Dr. Römer die Anwesenden, weiterzugeben.

Bürgermeister Elmar Schröder zeigte eine Lichtbild-Präsentation zur Entwicklung und zur aktuellen Flüchtlingssituation in seiner Kommune. Das machte die Bedeutung der ehrenamtlichen Arbeit für die Integration in Diemelstadt sehr deutlich. In der allgemeinen Aussprache wurde die Wiederherstellung des zugewachsenen Trim-Pfades im Steinberg angeregt. Nach einem umfassenden Eingriff durch Forstleute könnte der Weg von Flüchtlingen weitergepflegt werden. Dr. Römer will darüber im Ortsbeirat sprechen und Dieter Oderwald schlug vor, mit dem zuständigen Förster, Herrn Hegen, einen Motorsägen-Einsatz im Zusammenhang mit der Stadtwaldbewirtschaftung zu prüfen. (Ute Germann-Gysen)

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