Somalier aus Diemelstadt

Integriert und abgeschoben

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Abdulkadir Ibrahim, Rhoden, wurde nach erfolgreicher Integration abgeschoben. Neben ihm der kleine Sebastian, Sohn einer Flüchtlingsbetreuerin.

Er ist ein „Vorzeigeflüchtling“ in Diemelstadt gewesen. Nun ist Abdulkadir Ibrahim aus Somalia eines Morgens abgeschoben worden - nach Italien, wo er bereits auf seinem Weg nach Deutschland Asylrecht bekommen hatte.

Alles rechtens, aber für die Menschen in Diemelstadt unverständlich.   „Er war für uns ein Freund“, sagt die ehrenamtliche Betreuerin Magdalena Schulz. Der 36-Jährige habe fleißig Deutsch gelernt, sei sogar nach der Schicht bei der Pappen-Verarbeitungsgesellschaft /Prima Welle in Rhoden morgens zum Unterricht gegangen und sprach so gut deutsch, dass er als Übersetzer fungierte.

„Es ist verrückt“, sagt Bürgermeister Elmar Schröder, Ibrahim habe in Diemelstadt bleiben wollen, sich gut integriert und sogar auf Unterstützungsleistungen des Staates verzichtet. Der Alleinstehende habe selbst für seinen Lebensunterhalt gesorgt.

Bei der PVG bedauert man ebenfalls die Abschiebung. Dort hat er nach einem Praktikum am 1. September 2015 eine feste Stelle mit einem regulären Lohn bekommen. Mit dem Team hat er sich gut verstanden. (Mehr in der gedruckten Ausgabe der WLZ)

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