Stimmungsvolle Schulentlassungsfeier der Rhoder Schlossbergschule

Jedes Talent wird gebraucht

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Die Absolventen der Schlossberg-Schule Rhoden.

 Mit einer stimmungsvollen Feier in der Stadthalle ,  vielen guten Wünschen und wohl gemeinten Ratschlägen hat die Schlossbergschule sieben Haupt- und 17 Realschüler mit dem hart erarbeiteten Abschlusszeugnis verabschiedet.

„Eure Lehrer haben euch alles mitgegeben, was ihr für den Start ins leben braucht“, stellte Schulleiterin Sigrid Scholtissek fest und ergänzte: „Ihr seid jetzt in der Lage, Verantwortung zu übernehmen.“ Die Abschlussschüler könnten nun selbst bestimmen, ob sie ein aktives Leben führen oder sich von anderen gängeln lassen wollten.

Dabei würden sie schnell feststellen, dass nicht immer alles Spaß machen könne. Aufmunternd fügte die Schulleiterin hinzu: „Macht euch nicht unnötig Sorgen. Denkt immer daran: Das Leben findet jetzt statt. Genießt den Augenblick mit all euren Sinnen. Bleibt kritisch, seid Nervensägen, fordert eure Rechte ein.“

„Es war manchmal stürmisch. Trotzdem habt ihr euren ersten Zielhafen erreicht“, bemühte Michael Schmidt als Klassenlehrer der Hauptschüler ein Bild aus der Seefahrt. Auch für die künftigen Fahrten wünschte er seinen Schülern genügend Rückenwind und stets „eine Hand breit Wasser unter dem Kiel“ und: „Lasst euch von niemandem den Wind aus den Segeln nehmen.“

Seine Abschiedsworte an die Realschulklasse hatte Dietrich Walter in Musik gefasst. Begleitet von seiner Kollegin Ulrike Jung sang er drei nach den Sportfreunden Stiller einen auf die Abschlussschüler gemünzten Text: „Applaus, Applaus!“

Die Schüler wiederum bedankten sich bei ihren Lehrern, Eltern und Mitschülern mit sehr persönlichen Erinnerungen an gemeinsame Fahrten und Erlebnisse. Außerdem gab es Blumen. Bürgermeister Elmar Schröder stellte in seinem Grußwort fest, dass die Abschlussschüler gute Aussichten auf dem Arbeitsmarkt hätten: „Jedes Talent wird gebraucht.“

Allerdings müssten die Arbeitnehmer von heute und morgen darauf eingestellt sein, immer wieder Neues zu lernen: „Vielleicht gibt es die Berufe heute noch gar nicht, die ihre in zehn Jahren ausüben werdet.“ Schließlich gab Schröder den jungen Leuten diesen Rat für die Berufswahl mit auf den Weg: „Wer eine Arbeit findet, die ihm Spaß macht, der muss nie wieder arbeiten.“

Pfarrerin Silke Kohlwes überbrachte die Glückwünsche ihrer Pfarrer-Kolleginnen und wünschte den Abschlussschülern, dass sie ihre neu gewonnene Freiheit genießen. Ebenso wünschte sie ihnen Geborgenheit in Familie, Beruf und Gesellschaft.

Im Namen des Elternbeirats gratulierte Jochen Galonska. Er wünschte allen vielen Erfolg, wenn sie sich auf den Weg in die weite Welt machten. Allerdings sei das Waldecker Land auch sehr schön und könne auch in Zukunft gute Handwerker gebrauchen.

Eine besondere Anerkennung ging an Felicitas Birr, die mit dem Notendurchschnitt von 1,5 den besten Realschulabschluss schaffte. Präsente gab es auch für Melissa Menge und Yasmin Lindner, die sich als Schul- und Klassensprecherinnen für die Belange ihrer Mitschüler eingesetzt haben.

Den musikalischen Rahmen der Entlassungsfeier gestaltete die Musikgruppe der Schlossbergschule unter Leitung von Renate Walprecht. Zum Abschluss reihten sich auch die Abschlussschüler noch einmal in die Reihen der Musiker ein. (es)

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