Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt belässt die Abgabe unverändert hoch, obwohl die 40-Millionen-Kubikmeter-Grenze unterschritten ist

Edersee-Atlantis taucht weiter in rasantem Tempo auf

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Szene aus dem Spätsommer/Frühherbst 2016 am Edersee: Einer der letzten Segler, im Vordergrund Reste der Bericher Hütte, Teil des Edersee-Atlantis.

Edertal. Um rund zwei Monate ist die Tourismusregion Edersee in der Hauptsaison 2016 am ökonomisch schlimmsten Fall vorbeigerutscht: einem komplett leeren See.

Denn seit Anfang September lässt das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt die Talsperre in blitzartigem Tempo leer laufen, weil auf der Weser Schiffe den Grund berührten. Der Sollpegel bei Hann. Münden wurde vom einen auf den anderen Tag von 1,20 auf 1,27 Meter erhöht. Zwischen 25 und 30 Kubikmetern pro Sekunde schickte und schickt das Amt seitdem aus dem See Wasser Richtung Norden. Für die Edersee-Anrainer nicht auszudenken, wie sich das Geschäft entwickelt hätte, wäre die Entscheidung acht Wochen früher gefallen....

Aktuell ist der rasante Ablass gern gesehen, denn mehr und mehr kommt Edersee-Atlantis zum Vorschein, Magnet für Wanderer im beginnenden Herbst. Obwohl die 40 Millionen Kubikmeter in der Talsperre unterschritten sind, bleibt die Abgabe durch das WSA konstant hoch.

Mehr in der WLZ vom 1.10.2016

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