Breites Einsatzspektrum abarbeiten an zehn Stationen

Feuer, Explosion und falsches Blut: Feuerwehren trainieren in Mehlen unter realen Bedingungen

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 Verletzungen der „Unfallopfer“  wurden täuschend echt geschminkt.

Edertal-Mehlen. „Warum brauchen wir die Feuerwehr?“ Diese Frage wird in Zeiten leerer öffentliche Kassen und im Zuge des demografischen Wandels immer häufiger gestellt. Vielerorts fehlt der Nachwuchs, und die Notwendigkeit einer gut  ausgestatteten und ausgebildeten Einsatztruppe wird oft erst im „Bedarfsfall“ klar.

 Wie vielfältig dieser Bedarfsfall aussehen kann, und wie unterschiedlich die Einsatzfelder der Feuerwehr in der heutigen Zeit sein können, veranschaulichte der ungewöhnliche Wettkampf rund um Mehlen. Nach 2012 und 2014 hatte die örtliche Einsatztruppe bereits zum dritten Mal den kreisweit einmaligen Stationswettkampf aufwendig geplant und spektakulär inszeniert.

„Strohlager in Flammen“ Zehn Mannschaften in Staffelstärke wurden im Rotationsprinzip zu den zwölf Stationen geschickt, und mit realen Aufgaben konfrontiert. „Strohlager in Flammen“ meldete die Leitstelle, und aufsteigender Rauch und die Gefahr einer raschen Ausbreitung signalisierten höchste Eile. „Es soll möglichst realistisch sein“, erklärte Wehrführer Michael Plomer, und freute sich, dass auch immer mehr Feuerwehren als Zuschauer kommen und von der Veranstaltung visuell profitieren.

„Man ist real dabei“, kommentierte ein Fachbesucher aus Südhessen und zuckte bei der vermeidlichen Explosion einer Handgranate in der Kiesgrube mächtig zusammen. Zwei Jugendliche sollen damit gespielt haben – so das Einsatzszenario. (tin) Mehr lesen Sie in der gedruckten Ausgabe am 13. September.

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