Wasser- und Schifffahrtsamt bleibt bei erhöhter Abgabe, sieht aber keinen "überhöhten Abfluss" aus der Talsperre

Pegel des Edersees sinkt rasant - Hopfenberge aufgetaucht

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Die Hopfenberge sind aufgetaucht.

Edersee. Rasant sinkt der Pegel des Edersees. Mittlerweile sind die Hopfenberge aus dem Wasser aufgetaucht, beliebte Anlegestelle für Tretbootfahrer zwischen Sperrmauer und Waldecker Bucht.

Nach wie vor lässt das Wasser- und Schifffahrtsamt täglich zwischen 26 und 27 Kubikmeter pro Sekunde aus der Talsperre ab, um den Weser-Stand bei Hann. Münden auf etwa 1,27 Meter zu halten. Das langjährige Ziel von 1,20 Meter wurde vor knapp drei Wochen um sieben Zentimeter angehoben, weil an der Oberweser Fahrgastschiffe Grundberührung vermeldeten. Das Amt teilte unterdessen mit, dass nach neuen Abflussmessungen in Hann. Münden diese grundsätzliche Steigerung zu keiner „überhöhten Abgabe“ aus dem Edersee führe. Grund: Seit Jahren gilt am Pegel Hann. Münden in der Abflussmenge ein Soll von 56,5 Kubikmetern pro Sekunde. Tatsächlich zeigten sich bei einem Pegel von 1,22 Meter am 4. August aber nur 53,3 Kubikmeter Abfluss, unterstreicht das WSA. Ursache sind vermutlich Geschiebeablagerungen in der Weser, die den Flussgrund anheben. Das Amt hat umfangreiche Untersuchungen in Auftrag gegeben, um ein neues Konzept für die Oberweser zu erarbeiten.

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