In Australien beheimateter Vogel im Naturschutzgebiet Krautwiese gesichtet

Plötzlich wieder schwarzer Schwan in Edertal

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Der schwarze Schwan in den Krautwiesen.Foto: Sonderhüsken

Edertal - Im Naturschutzgebiet Krautwiese wurde am vorigen Wochenende ein schwarzer Schwan gesichtet.

Von 2007 bis 2010 gab es auf der kleinen Insel im Teich am alten Oppermann-Kieswerk in Mehlen ein Schwarzschwan-Brutpaar, wahrscheinlich aus privater Haltung stammend, denn der Ursprung der Schwäne ist Australien und sie folgen ihrem genetisch vorbestimmten Brutverhalten auch in Europa - ziehen also im Winter ihre Jungen auf, wenn in Australien Sommer herrscht. 2007 schlüpften drei Junge im Dezember und starben. 2008 gab es im August Nachwuchs, der den Winter nicht schaffte.

2009 zählten Beobachter fünf Junge am 3. Mai und sieben am 7. November. Im strengen Winter 2009/10 sind zehn der Vögel verendet, darunter das sehr aggressive alte Männchen. Das alte Weibchen paarte sich 2010 mit einem seiner Söhne. Es wurde wieder auf der kleinen Insel gebrütet und am 2. Juli schlüpften vier Junge. Vor dem Beginn der Frostperiode wurden die zu diesem Zeitpunkt noch lebenden acht Vögel eingefangen und an qualifizierte Liebhaber der Schwarzschwäne nach Hattingen in Nordrhein-Westfalen verschenkt. Wie verschlug es den aktuell gesichteten Schwan ins Edertal? (sdh)

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