Mauerpower 2015 zog viele Tausend Gäste gen Hemfurth-Edersee

Rekordverdächtig

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Ein Traum: das Höhenfeuerwerk.Foto: Malafo

Edertal-Hemfurth-Edersee - Petrus hat ein Faible für die „Mauerpower“ am Edersee. Drei Tage Bilderbuchwetter, ein attraktives Bühnenprogramm und das faszierende Höhenfeuerwerk über der Talsperre bescherten dem Veranstalterteam höchstwahrscheinlich einen Rekordbesuch.

Allein die kilometerlangen Staus bis hinein nach Mehlen und rappelvolle Parkplätze an allen drei Tagen lassen darauf schließen. Holger Niesczeri übernahm als privater Veranstalter von den Ehrenamtlichen aus Hemfurth-Edersee ein über sechs Jahre gut bestelltes Feld und knüpfte nahtlos mit seinem Konzept an den Erfolg der Vergangenheit an. Die Stammgäste, unter ihnen viele von außerhalb, die ihren Urlaub eigens an dem Fest ausrichten, kamen ebenso voll auf ihre Kosten wie neue Fans, die das Ereignis an diesem Wochenende gewann und wie nicht zuletzt die Standbetreiber.

Proppevoll war der Sperrmaurvorplatz zum Höhepunkt am Samstagabend. „SuperPhonix“ heizten nach allen Regeln der Kunst dem Publikum ein, das dem Feuerwerk entgegen fieberte. Etliche wollten sich das Spektakel aus der selbst gewählten VIP-Lounge, auf der Krone des Bauwerks sitzend, anschauen. Doch sieben Helfer des Veranstalters holten die leichtsinnigen Schaulustigen herunter und so genossen Tausende den von der Pyrotechnik hell erleuchteten Himmel ohne Risiko für Leib und Leben. Bis in den frühen Morgen hinein feierten die Ausdauerndsten den Schlussspurt des Sommers 2015 und so blieben den Organisatoren zwei Stunden Zeit, um den unvermeidlichen Müll kubikmeterweise zusammenzukehren und den Platz fürs Familienfest am Sonntag stubenrein zu machen. Zu Tausenden strömten die Generationen auch zu diesem Abschluss aufs Festgelände.

Das Team der legendären ZDF-Spielsho „1,2 oder 3“ zog Eltern und Kinder vier Stunden lang in seinen Bann, allen voran Moderator Alex, der bei Bullenhitze vor den kleinen Fans, die parallel mit ihren Füßen in den Wasserläufen des Aquaparks plantschten, ausgerechnet den Pinguin zu seinem Lieblingstier erkor. Bei schönstem Sommerwetter durften die jungen Kandidaten auf der Bühne darüber nachsinnen, weshalb der Pinguin in der Antarktis keine kalten Füße bekommt und so gerne auf dem Bauch übers Eis schlittert. Einen Riesenspaß hatten alle, „wenn es heute auch leider kein ‚Plopp‘ mehr gibt“, wie Alex zku Beginn den erwachsenen Anhängern der Show beschied, die im Rahmen des Landesprogramms „Ab in die Mitte“, an dem Wildungen, Fritzlar und Edertal gemeinsam teilnehmen, zu Gast war.

Rundum zufrieden ist Holger Niesczeri angesichts des großen Zuspruchs, der sich bereits am Freitag angedeutet hatte. So gut besucht war der erste Nachmittags des Festes wohl noch nicht, freute sich auch Bürgermeister Klaus Gier bei der offiziellen Eröffnung mit gelungenem Fassbieranstich. Er erinnerte an die Geschichte des Festes. Christine Prinz von der Gemeindeverwaltung Edertal habe für 2008 angeregt, das frühere Lichterfest zwischen Affoldern und Hemfurth in neuer Form wiederzubeleben. Die Dorfgemeinschaft Hemfurth-Edersee mit ihrem damaligen Ortsvorsteher Holger Blume und seinem Nachfolger Jens Schulze stieg darauf ein und baute das Ereignis bis ins Sperrmauer-Jubiläumsjahr hinein aus, unter anderem mit der Badewannenregatta. Für die rein ehrenamtliche Organisation waren die Dimensionen zu sehr gewachsen, so dass Holger Niesczeri übernahm.

Von Matthias Schuldt

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