Ursache für Ausbruch bleibt unklar

Restliche Lämmer sind wohlbehalten aufgetaucht

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Edertal-Gellershausen - Schäfer Thomas Grede hat all seine vermissten Tiere seit Freitag wieder.

Vor Wochen waren elf seiner Lämmer von einer Weide bei Gellershausen unter nicht geklärten Umständen panisch geflüchtet, den Zaun dabei zu Boden drückend. Fünf waren gefunden und zurückgebracht worden. „Ich habe nicht mehr damit gerechnet, dass auch die übrigen sechs zurückkehren - aber es ist passiert“, teilte er Mittwoch der Redaktion mit. Ein Ranger, der mit dem E-Bike unterwegs war, hatte die Tiere entdeckt und Grede angerufen. Mithilfe eines weiteren Rangers gelang es dem Schäfer, seine Lämmer in der Nähe des Tannendrieschs anzulocken und auf den Anhänger zu bugsieren.

Günstig wirkte sich aus, dass Grede zwei dieser Jungtiere mit der Flasche aufgezogen hat und sie ihm deshalb besonders vertrauen. „Sie wirken gut genährt, obwohl sie in der Nähe kein Wasser hatten. Die Feuchtigkeit aus dem Futter reichte offenbar aus“, meint er. Weshalb die Lämmer so in Panik gerieten - ob sie einen durchziehenden Wolf oder einen wildernden Hund witterten -, bleibt ihr Geheimnis. Möglich wäre auch, dass ein Rudel Hirsche auf der Flucht etwa vor einem Jäger den Herden- und Fluchttrieb der jungen Schafe bis hin zur Panik weckte.(su)

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