Korbach: Aktion zum Thema „Glücksspielsucht“

10 000 Euro für die Suchtbekämpfung

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- Korbach (resa). Osterhasen im Dezember: Mit einer besonderen Aktion machten gestern Mittag Diakonisches Werk und die Stadt Korbach auf Spielsucht aufmerksam – das ist erst der Anfang, denn viele Aktionen sollen folgen.

Mit 250 Schokohasen im Gepäck machte sich gestern Morgen Ulrike Ritter vom Diakonischen Werk auf den Weg zu Korbacher Schulen und in die Fußgängerzone. Manch ein Schüler musste zweimal hinsehen, bevor ihm die Komik bewusst wurde. Mitten im Winter bringt Ulrike Ritter die Hasen unters Volk.

Was auf den ersten Blick einen lustigen Eindruck bietet, will aufmerksam machen auf ein ernstes Thema. „Gemeinsam mit der Stadt Korbach starten wir heute eine Initiative gegen Glücksspielsucht“, erklärt Ulrike Ritter. „Hast du den richtigen Zeitpunkt verpasst?“, fragen die Hasen auf einem laminierten Schild um den Hals. Auf der Rückseite finden Interessierte die Telefonnummer der Suchtberatung. „Dass wir uns speziell diesem Thema widmen, hat nichts damit zu tun, dass die Situation in Korbach besonders brenzlig ist“, sagt Ordnungsamtsleiter Carsten Vahland.

Vielmehr sei die Aktion ein Baustein in der Präventionsarbeit der Stadt. „Außerdem reagiert die Politik damit auf einen Beschluss von Anfang des Jahres“, erinnert Vahland. Im Januar 2011 nämlich wurden die Steuern auf Glücksspielautomaten erhöht. Um das zusätzliche Geld aber nicht einfach in den großen Haushaltstopf fließen zu lassen, legte die Stadt Korbach gemeinsam mit dem Diakonischen Werk das Projekt gegen Glücksspielsucht auf. „Jeweils 10 000 Euro fließen in dieses Projekt und in die Sozialarbeit für Kindergärten und Schulen“, erklärt Vahland.

Die Suchtberatung ist unter der Rufnummer 05631/60330 telefonisch erreichbar.

Mehr lesen Sie in der WLZ vom Dienstag, 20. Dezember.

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