Lichtenfels

115 000 Euro mehr für den Wald

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- Lichtenfels-Münden (den). Mehr Geld für den Stadtwald, abgeschlossene Straßenarbeiten und ein neuer Jahreskalender – das parlamentarische Jahr klang in der Mündener Festhalle versöhnlich aus.

Der arg gebeutelte Stadtwald soll schneller als gedacht aufgeforstet werden. „Wir rechnen mit Fördermitteln aus Wiesbaden“, verkündete Bürgermeister Uwe Steuber während der letzten Stadtverordnetenversammlung in diesem Jahr. 115 000 Euro will die Stadt zusätzlich in die Aufforstung der freien Flächen stecken. Bis zu 90 000 Euro könnten als Landeszuschuss fließen. Die Eröffnungsbilanz der Stadt lässt noch auf sich warten. „Wir wollen im Frühjahr den Bericht vorlegen“, erläuterte der Bürgermeister. Dann soll deutlich werden, welche Werte die Stadt in ihrem Besitz hat. Den 10 Millionen Euro Schulden ständen rund 34 Millionen Euro Besitz gegenüber, so Steuber. Angesichts dieses Potenzials bleibe die Verschuldung noch im Rahmen, war sich Steuber sicher.

Um zu zeigen, wie stark die Stadt investiert hat, um sich für die Zukunft aufzustellen, verlas er eine dreiseitige Liste mit Projekten, die in der Vergangenheit abgeschlossen wurden. In allen acht Stadtteilen seien Straßen, Kanäle oder öffentliche Bauten erneuert und saniert worden. Allein zwei Millionen Euro flossen in die Erneuerung der Feldwege im Stadtgebiet. „Dem stehen Werte gegenüber, die uns aushalten werden“, war Steuber überzeugt.Als eines der größten und umstrittensten Projekte gilt die Straßensanierung der Sachsenberger Ortsdurchfahrt. Am Freitag wurde die letzte Asphaltschicht im Bereich zwischen Orker Straße und Ortsausgang Richtung Schreufa aufgebracht. Die Vollsperrung kann dementsprechend noch in diesem Jahr aufgehoben werden.

Im Bereich der Kindergärten steht die Stadt in diesem Jahr vor einem zusätzlichen finanziellen Loch in Höhe von 10 000 Euro, weil das Land Hessen keine Ausgleichszahlungen leistet. Eine Klage des Städte- und Gemeindebundes laufe bereits, so Steuber. Ein großer Aufreger sei in der Bevölkerung die neue Abwassergebühr. Diese sei vorgeschrieben und solle unterm Strich zu keiner Mehrbelastung führen. Der Sinn sei „schwer vermittelbar“, fand Steuber, der aber keine Alternative sieht. Der neue Veranstaltungskalender der Stadt ist erschienen. In ihm sind alle Termine von Vereinen und Institutionen vermerkt.

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