Korbach

1400 Meter Eisen für Torbogen

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- Korbach (nv). Eine Länge von 9,30 Metern misst das Baustahlgitter, das die Korbacher Schützen gestern mithilfe eines Autokrans auf die neuen Betonsäulen am Enser Tor setzten. Mit Beton ausgefüllt, trägt es später den Wehrgang.

Autokran und Tieflader bahnen sich am Dienstag ihren Weg durch die Korbacher Altstadt. In der gesperrten Enser Straße, kurz vor dem historischen Stadttor, das die Mitglieder der Schützengilde seit April rekonstruieren, machen sie halt.

Als Spanngurte und Ketten fest sitzen, hievt der Kran das 2,5 Tonnen schwere Bauteil vorsichtig zur Baustelle. „Das ist die Bewehrung für den Torbogen“, erklärt Bauleiter Jürgen Weige, zugleich Oberjäger der Schützengilde, mit Blick auf das Gittergestell, das in den nächsten Tagen verschalt und mit Beton ausgegossen wird. „Wir haben 900 Meter 16er-Eisen und 500 Meter 14er-Eisen verbaut“, berichtet Karl-Heinz Emde, Leiter des Lehrbauhofs der Kreishandwerkerschaft.

Zusammen mit Jürgen Weige achtet er darauf, dass der Käfig genau eingepasst wird. Am Montag hatten die Schützen bereits gemeinsam mit den Konstrukteuren des Lehrbauhofs ein Holzgerippe auf die Betonsäulen gesetzt (WLZ, 10. August). „Wenn alles betoniert ist, kommt es unter dem Bogen weg“, erläutert Weige. Sobald sich die Betonbrücke über die Straße spannt, können die Schützen den Wehrgang mit Galerie-Ausblick aufmauern. „Die Mauerarbeiten und das Dach stellen wir in diesem Jahr noch fertig“, sagt Erster Dechant Hans-Jürgen Jost.

Läuft alles nach Plan, steht das Tor in rund sechs Wochen. Die Verkleidung mit Sandsteinplatten folgt laut Jost 2012. Wer den Aufbau unterstützen will, spendet unter dem Stichwort „Enser Tor“ auf das Konto mit der Nummer 130161 bei der Sparkasse Waldeck-Frankenberg (BLZ 523 500 05).

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