Waldeck

17 000 Euro für einen Waldecker Taler

- Osnabrück/Waldeck (r). Erst bei 17 000 Euro fiel der Auktionshammer in Osnabrück für einen äußerst seltenen Waldecker Taler.

Das Auktionshaus Künker hatte die rare Münze aus dem Jahr 1625 auf 4000 Euro taxiert, doch dafür war sie in der Sommerauktion nicht zu haben – man riss sich förmlich um den Taler der Grafen von Waldeck. Münzherren waren damals gemeinsam Graf Wolrad IV. von Waldeck-Eisenberg (1588 – 1640) und Christian Graf zu Waldeck-Wildungen (1585 – 1637). Die in Wildungen geprägte, knapp 29 Gramm schwere Münze zeigt das behelmte Waldecker Wappen und die Jahreszahl 1625, auf der Rückseite den gekrönten Doppeladler mit Reichsapfel auf der Brust und den Namen des amtierenden Kaisers, Ferdinand II. Der Taler war Teil einer 80 
Stücke umfassenden Spezialsammlung, die für rund 100 000 Euro aufgelöst wurde. Aufsehen erregte ferner auch ein 1742 in Arolsen geprägter Golddukat des nunmehrigen Fürstentums Waldeck. Die ebenfalls sehr seltene Münze von Carl August Friedrich (1728 – 1736) fand für 10 000 Euro einen neuen Eigentümer. Geschätzt war die dreieinhalb Gramm schwere Goldmünze auf 3000 Euro. Die Kataloge der Sommerauktion und alle Ergebnisse der Waldecker Münzen sind im 
Internet unter www.kuenker.de zu finden.

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