Kreisstraße 58 zwischen Lelbach und Lengefeld offiziell eröffnet

Acht Jahre auf freie Fahrt gewartet

Korbach-Lengefeld/Lelbach - Viele Jahre haben die Lelbacher und Lengefelder darauf gewartet: Seit Dienstag ist die Kreisstraße K 58 zwischen beiden Orten wieder für den Verkehr freigegeben.

Unzählige Debatten, Streit um den Grunderwerb, die drohende Enteignung und schließlich der Radweg als Kompromiss: Viele Jahre haben die Lelbacher und Lengefelder auf diesen Moment gewartet. „Mit dem Ergebnis können wir alle sehr zufrieden sein“, sagte Erster Kreisbeigeordneter Jens Deutschendorf gestern Nachmittag bei der offiziellen Freigabe der Kreisstraße. Vertreter der Straßenbaubehörde Hessen Mobil, von Stadt, Landkreis, Ortsbeiräten und Baufirmen schnitten dabei am Ortsausgang von Lengefeld das rot-weiße Absperrband durch, um die 1650 Meter lange Strecke zwischen den beiden Korbacher Ortsteilen zu eröffnen.Erste Planungen für den Ausbau der K 58 gab es bereits 1991, von März 2005 an war die Schlaglochpiste voll gesperrt (siehe Hintergrund). Die Einwohner beider Dörfer mussten sich quasi mit Feldstechern zuwinken – oder einen Umweg über Korbach fahren. Umso größer war gestern Nachmittag die Erleichterung: „Wir haben einen langen Weg hinter uns, aber eine wunderbare Straße vor uns“, sagte Lelbachs Ortsvorsteher Manfred Schatz. „Wir sind froh und dankbar, dass es endlich zu einem Abschluss gekommen ist“, sagte sein Lengefelder Amtskollege Axel Bitter-Schwalenstöcker.

Strecke kostet 1,23 Millionen

Die K 58 ist nun auf einer Länge von knapp 1,7 Kilometern von vier auf 5,5 Meter Breite ausgebaut. Parallel dazu verläuft der neue kombinierte Rad- und Gehweg. Die reine Baumaßnahme schlägt mit 1,23 Millionen Euro zu Buche – 938 000 Euro kostet die Straße und 287 000 Euro der Radweg. Mit Planung, Grunderwerb, Landschaftsbau und Markierungen stehen insgesamt 1,9 Millionen Euro unterm Strich. Das Land fördert 65 Prozent der Straßenbaukosten. Die Kosten für den Radweg zahlt der Kreis zu zwei Dritteln, die Stadt zu einem Drittel. „Ein wichtiges Stück Infrastruktur ist für viele Jahre wieder instand gesetzt worden“, so Deutschendorf.Hürden gab es für das Projekt bis zuletzt: „Es war schon ein kleines Kunststück, die Finanzierung auf die Beine zu stellen“, sagte Deutschendorf. Land, Kreis und Stadt hätten schließlich gemeinsam eine Lösung gefunden. Der Erste Kreisbeigeordnete dankte auch den Lengefeldern und Lelbachern, die sich in die Planungen mit eingebracht hätten.

Radweg ist „Schlüssel“

„Was lange währt, wird endlich gut“, sagte Korbachs Bürgermeister Klaus Friedrich. Letztlich habe die Vernunft gesiegt. Der neu angelegte Radweg sei kein Kompromiss, sondern der „Schlüssel“ des Projektes, betonte Friedrich. Er vernetze den Radweg aus Bad Wildungen mit dem in Richtung Usseln.Die Strecke werde von den Radfahrern bereits gut angenommen, berichtete Bitter-Schwalenstöcker. Der Ortsvorsteher von Lengefeld dankte auch den Grundeigentümern, die den Radweg ins Gespräch gebracht und sich dann auch bereit erklärt hätten, zusätzlich Land abzugeben. (lb)

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