Korbach

Der Ärger kommt aus der Luft

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- Korbach (jk). Dem Korbacher Autohaus Tasche machen weiterhin rätselhafte blaue Farbspuren auf den Fahrzeugen zu schaffen. Mitarbeiter des Regierungspräsidiums rückten am Donnerstag an.

Autohändler Karl Tasche hat die Nase voll: „Es ist eine Wahnsinnsarbeit, das Zeug wieder von den Autos zu polieren“, beklagt er. Im März entdeckte er erstmals blaue Farbspuren auf den Autos, die auf dem Firmengelände an der Flechtdorfer Straße ausgestellt sind. Wie kleine Fädchen waren sie auf dem Lack überall verteilt. Tasche war dabei nicht der einzige Betroffene. Auch das Nachbarunternehmen Stahlgruber verzeichnete laut Tasche die blauen Sprenkel auf Autos. Überdies waren die Farbspuren im benachbarten Wohngebiet nachzuweisen.

WLZ-Nachfragen bei benachbarten Industrieunternehmen sorgten auch dort für Fragezeichen. Niemand wusste, woher die Farbspuren kamen. Die „Bürgerinitiative für ein lebenswertes Korbach“ nahm daraufhin Proben. Ergebnis: Es war Lack, der aus der Luft niedergegangen war. Seither hat das Autohaus indes weiterhin Ärger. „Es wird andauernd schlimmer“, sagt Tasche – und zeigt auf die Fahrzeuge. Inzwischen musste das Autohaus 40 Wagen von den Farbspuren befreien, teils sogar zweimal polieren. Gerade bei Neuwagen oder Vorführwagen ist das umso ärgerlicher.

Das Regierungspräsidium (Kassel) als Kontrollbehörde schickte nun gleich vier Mitarbeiter nach Korbach, um der Sache auf den Grund zu gehen. Offenbar soll es nunmehr Hinweise geben auf den Verursacher. Tasche hat den Fall inzwischen seinem Anwalt übergeben. Und auch Beschäftigte der Nachbarfirma wollen klagen.

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