Korbach

Aktion „Mit dem Rad zur Arbeit“ startet

- „Wir wollen das Fahrrad zum Dienstrad erheben“, so der Bürgermeister Dienstag Mittag. Zusammen mit dem Ersten Vorsitzenden des Allgemeinen Deutsche Fahrrad-Clubs (ADFC) Hessen, Volkmar Gerstein, und Helmut Briel, Leiter des AOK-Beratungscenters Korbach, plädierte er dafür, in den kommenden drei Monaten das Auto so oft wie möglich stehen zu lassen.

Gerade im Sommer seien die Bedingungen ideal, das Rad als Fortbewegungsmittel Nummer eins zu entdecken. Wer sein Auto nur noch für die nötigsten Fahrten, etwa den Einkauf verwende, werde schon schnell die positiven Auswirkungen des Radelns bemerken. Die sollen sich nicht nur bei der eigenen Gesundheit einstellen. Auch im Geldbeutel und natürlich beim Klima, denn „seit dem Beginn der Aktion im Jahr 2005 haben mehr als 45 000 Teilnehmer in Hessen etwa 15 Millionen Radkilometer zurückgelegt und so rund 3 200 Tonnen Kohlenstoffdioxid eingespart“, sagte Helmut Briel von der AOK. Bürgermeister Klaus Friedrich hob hervor, dass etwa mit dem Ausbau des Radweges von Meineringhausen nach Korbach entlang der alten Bahntrasse die Situation auch für Pendler aus den Stadtteilen immer besser werde. „Wichtig ist, dass wir diesen Radweg so schnell wie möglich bis in die Innen- und Altstadt verkehrlich sicher verlängern. Das hat selbstverständlich auch eine touristische Komponente“, so Friedrich. In den vergangenen drei Jahren seien über 220 000 Euro in die Anbindung der Ortsteile geflossen, denn: „Wir wollen Top-Anbieter rund ums Thema Radfahren werden.“ Die AOK und den ADFC mit ihrer gemeinsamen Aktion „Mit dem Rad zur Arbeit“ sieht Klaus Friedrich hier als Impulsgeber. Der Hessen-Vorsitzende des Fahrradclubs, Volkmar Gerstein, betonte: „Man muss sich als Radfahrer wohl fühlen, etwa durch gepflegte Wege ohne starken Pflanzenbewuchs und mit einer guten Beschilderung.“ Beides sei in Korbach gegeben. Er wies auch darauf hin, dass sich sein Verband ganz vehement für den Lückenschluss auf der Bahntrasse Marburg-Frankenberg-Korbach einsetze. Die Bahn sei das ideale Verkehrsmittel, um schnell, bequem und umweltverträglich in so touristisch wertvolle Regionen wie den Landkreis Waldeck-Frankenberg zu reisen. Er denke dabei insbesondere an Gäste aus dem Rhein-Main-Gebiet. Die Aktion „Mit dem Rad zur Arbeit“ allerdings richtet sich, wie der Name andeutet, weniger an Touristen, als viel mehr an Arbeitnehmer. Sie sollen ermuntert werden, möglichst oft mit dem Drahtesel zur Arbeit zu fahren. Mit gutem Beispiel etwa gehen Bedienstete der Stadt voran. Die Teilnehmer sollen sich in Teams zusammenschließen. Das fördere die Motivation, auch wirklich mit dem Rad zu fahren, meint Briel. Und wer sich momentan noch nicht für fit genug hält, der solle einfach mal anfangen: Nach wenigen Tagen schon würde jeder merken, dass er weniger ins Schwitzen gerät, ergänzt Gerstein.

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