Korbach

Alex lässt den „Talker“ sprechen

- Korbach (lb) Sprechen ohne Stimme: Ein „Talker“ übernimmt für Alexander Rudolph (16) das Reden

Geschickt tastet sich Alexander durch die verschiedenen Untermenüs auf dem berührungsempfindlichen Bildschirm. „Ich heiße Alex, ich bin 16 Jahre alt, ich wohne in Volkmarsen“, sagt schließlich eine Computerstimme aus dem laptopgroßen Gerät. Der Tonfall klingt überhaupt nicht blechern, fast natürlich. Eine sonore Männerstimme.

Aufgrund einer Behinderung kann sich Alexander alleine nicht verständlich artikulieren. Zum Reden benutzt der Schüler der Korbacher Paul-Zimmermann-Schule deshalb einen Computer mit synthetischer Sprachausgabe, den sogenannten „Talker“. Die elektronische Kommunikationshilfe ist ein Beispiel für „Unterstützte Kommunikation“. Dieser Begriff steht für alles, das die Verständigung erleichtert: Mimik, Gesten und Gebärden, aber auch Bilder- und Buchstabentafeln und technische Hilfsmittel. Der Talker hat einen Bildschirm, der auf Berührungen mit dem Finger reagiert und rund 80 Felder mit Symbolen anzeigt.

Die kleinen Bilder repräsentieren verschiedene Kategorien: Ein Elefant steht für Tiere, ein Apfel für Essen, ein Glas für Getränke. Es gibt Symbole für alle Personalpronomen und für Satzanfänge. Stück für Stück kann Alexander so komplette Sätze zusammenstellen, die die Computerstimme dann laut vorliest. Der Talker hat bereits einen großen Wortschatz vorgespeichert, neue Wörter lassen sich aber schnell einprogrammieren. Was seine Hobbys sind? Alexander tippt kurz auf den Bildschirm. „Wii“, sagt das Gerät, der 16-Jährige strahlt über beide Ohren.

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