Willingen

Alphornmesse: Die Heimat fühlen/Bildergalerie

- Willingen (jk). Die Alphornmesse rief am Sonntag rund 3000 Menschen auf den Ettelsberg – zur Andacht wie zum fröhlichen Feiern. Das Publikum war international.

Wenn Siggi von der Heide am letzten Augustsonntag alljährlich auf den Berg ruft, dann sind auch Gewitterwolken kein Hindernis. „Ich habe mit Petrus gesprochen“, verriet der katholische Pfarrer Johannes Klocke dabei mit Schelm im Nacken: Der Regen sollte den Nachbarn in Westfalen zunächst vorbehalten bleiben. Es ist diese Mischung aus Ruhe und Einkehr, aber auch humorvollem, ausgelassenem Feiern, die eine Alphornmesse zum Erlebnis macht. „Heimat“ hieß diesmal das Thema beim ökumenischen Gottesdienst am Gipfelkreuz, den der evangelische Pfarrer Christian Röhling und sein katholischer Kollege Johannes Klocke einprägsam gestalteten. Fröhlich zogen beide ein, begleitet von holländischen Dudelsackspielern, bevor dann die Alphornbläser aus Deutschland, der Schweiz, aus Belgien und Holland den Raum bis ins Tal erfüllten. Ruhige Klänge, „in denen wir uns geborgen fühlen, die an Heimat erinnern“, wie es Pfarrer Röhling beschrieb. Andächtig wechselten sie sich ab mit der Willinger Blaskapelle oder den „12 Räubern“ aus Hünsborn mit ihren glockenklaren Chorstimmen. Auch der Bläserchor der Waldeckischen Jägerschaft und der Posaunenchor aus Usseln trugen vielstimmig zur musikalischen Gestaltung bei. Dann ging‘s den Weg hinauf zu Siggis Hütte, wo Musiker schon Schlange standen – um dem Hüttenwirt mit flotten Rhythmen im wahrsten Sinne aufs Dach zu steigen. Fürst Wittekind zu Waldeck und Pyrmont war als Schirmherr mit von der Partie und scherzte: „Den 30-jährigen Krieg hätten wir uns ersparen können“, wenn katholische und protestantische Christen schon damals in so friedlicher Eintracht zusammengestanden hätten wie an diesem Morgen. Gemeinsam beten und gemeinsam ausgelassen feiern war dann das Motto bis in Nachmittag

Mehr in unserer Zeitungsausgabe vom 30. August.

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