25. Theaterabend in Fürstenberg: Auch Jubiläumsprogramm lockt viel Publikum an

Alter Putenbraten frisch serviert

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Lichtenfels-Fürstenberg - „Alte Kamellen“ kamen zum Jubiläum der Theatergruppe Fürstenberg auf den Tisch. Aber nicht aus Einfallslosigkeit, sondern als Erinnerung an 25 Jahre „Bühnenspiel“.

Zum 25. Mal stehen die Hobbydarsteller aus der Igelstadt in diesem Jahr auf der Bühne - und nahmen dies zum Anlass für einen etwas anderen Theaterabend. Geblieben war der Termin: Ostersonntag. Geblieben war auch der gute Name der Gruppe. Davon zeugte eine nahezu voll besetzte Festhalle. Anders als in den vergangenen Jahren war dagegen das Programm. Statt eines Schwanks in drei Akten hießen die Akte diesmal „Alte Stücke in neuem Gewand“, „Best of auf Leinwand“ und „Comeback der Hitparade“.

An die Anfänge der Gruppe wurden die Zuschauer zum Beispiel bei einigen Sketchen erinnert. Teils in Originalbesetzung, teils mit neuen Darstellern wurden die Stücke von damals live noch einmal gespielt - und gefielen auch heute noch. Zumal die Themen auch heute noch in aller Munde sind: antiautoritäre Erziehung, Männer und Frauen und das problematische Miteinander und die „lieben Nachbarn“ beispielsweise. Patrick Schäfer, Eric und Carla Friedewald zeigten im „Spiel des Jahres“, wie leicht es ein Schurke in Sachen Ein- und Ehebruch hat, wenn die Fußball-WM im TV „Vatter“ in den Bann zieht. Petra Steffen und Julia Oberlies lieferten sich ein wenig Gezeter im Hausflur beim Sketch „Die Pumpstation“. Carolin Hasecke und Lina Wagner boten bei der Neuauflage von „Zwei giftige Freundinnen“ einen Zickenkrieg erster Klasse. Muss man eine Pute braten, bis die Federn braun sind? Diese Frage wurde beantwortet, als Torsten Pohlmann, Steffi Ehringhausen und Eric Friedewald eines der ersten Kurzstücke wiederbelebten: „Der Putenbraten“.

Etwas liebestoll ging es zu bei „50 werden will gelernt sein“ mit Oliver Hasecke, Sandra Hasecke-Büscher und Nadine Rösner-Pollmächer. Und im „antiautoritären Kindergarten“ erzählte Tabea Schroers Sabrina Friedewald, dass nichts mehr Spaß macht, „wenn du alles darfst“.

Live zu sehen war nach einigen Jahren auch wieder die Hitparade, die früher für viel Stimmung sorgte. „99 Luftballons“, „Amsterdam“ und der spanische Gassenhauer „Nossa Nossa“ brachten auch diesmal das Publikum in Wallung. Ebenso unterhaltsam war der Blick auf die Leinwand.Von Torsten Pohlmann profihaft in Szene gesetzt, bewiesen Ausschnitte aus den Stücken der 25 Jahre nachdrücklich die Bandbreite der Theatergruppe. „Um 5 Uhr Osterlicht, abends noch Theater: Für uns ist der Sonntag immer lang. Aber ihr habt es stets geschafft, dass wir wach geblieben sind“, würdigte Bürgermeister Uwe Steuber das Wirken der Gruppe.

„Ob Drei-Zentner-Mann, Ohnmachtsanfälle oder Romantik - wir standen vor mancher Herausforderung, aber haben nie Doubles oder Stuntmen gebraucht“, sagte Sandra Stöcker, die mit Pohlmann charmant moderierte. Die beiden überreichten Tanja Zarges Blumen und eine Urkunde. Sie ist als Einzige von der ersten Stunde an dabei gewesen.

Als Sechsjähriger hatte auch Lars Wagner einen Auftritt: Während einer „Pannenpause“ erzählte er einen Witz. Auch der wurde noch mal gezeigt, und 13 Jahre später stand der damalige Dreikäsehoch erneut unverhofft auf der Bühne. (schä)

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