Goddelsheim

Anerkennung für Dorferneuerung

- Lichtenfels-Goddelsheim. An Ideen mangelt es den Goddelsheimern nicht. Viele Pläne haben sie für die Dorferneuerung des größten Lichtenfelser Stadtteils. Gestern bestätigte der Verkehrsminister die Aufnahme des Ortes in das Dorferneuerungsprogramm.

Aus großen Töpfen dampften leckere Gerüche durch das Dorfmuseum in Goddelsheim. Die Landfrauen und die Damen des Kulturvereins hatten keine Kosten und Mühen gescheut und den hessischen Verkehrsminister Dieter Posch mit Pellkartoffeln und Heringsstipp empfangen. Schließlich hatten sie 13 Jahre auf die Anerkennung aus Wiesbaden gewartet, die ihnen die Aufnahme in das Dorferneuerungsprogramm des Landes garantierte. Doch immer wieder waren die Goddelsheimer vertröstet worden. Als sich Posch nun zur Übergabe des Anerkennungsbescheides in dem größten Lichtenfelser Stadtteil angemeldet hatte, hatten die Goddelsheimer Vereine ihre Kräfte mobilisiert. „Bei so einem Empfang komme ich gar nicht in Versuchung, den Bescheid wieder mitzunehmen“, erklärte Posch dann auch schmunzelnd und übergab das ersehnte Papier an den Lichtenfelser Bürgermeister Uwe Steuber und Friedrich Schüttler, Ortsvorsteher von Goddelsheim – insgesamt 29 hessische Orte werden in diesem Jahr ins Programm aufgenommen.
Vor allem eine Idee haben die Goddelsheimer schon im Kopf. „Wir möchten den Dorfplatz rund um Museum und Kirche noch weiter gestalten“, erklärte der Ortsvorsteher. So könne etwa das Museum erweitert werden, die angrenzende Scheune hat die Gemeinde bereits gekauft. Auch der Friedhof und die Parkplatzsituation sollen bei den Planungen in den Blick genommen werden. Die Ortseingänge und das Umfeld der Mehrzweckhalle könnten bepflanzt werden. „Außerdem wünschen wir uns einen richtigen Jugendraum“, erklärte Schüttler. Die jetzige Lösung in den alten Räumen der Waldecker Bank sei nur als Übergang geeignet. „Wir wollen die Projekte aber noch nicht zu eng stecken“, betonte Schüttler, „schließlich sind wir auf die Anregungen der Bürger gespannt“.

Mehr dazu lesen Sie in der Waldeckischen Landeszeitung und der Frankenberger Zeitung von Dienstag, 24. August 2010.

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