Adorf

Anteile für Solarpark erwerben

- Diemelsee-Adorf (nv). Die Kraft von Wind und Wasser nutzen die Diemelseer seit vielen Jahren zur regenerativen Energieerzeugung. Von einem Solarpark in Adorf sollen Umwelt und Bürger profitieren.

„Region mit Energie“: Unter diesem Motto präsentiert sich die Leader-Region „Naturpark Diemelsee“ am 17. und 18. April bei der Regionalmesse in Adorf. Dass die Nutzung erneuerbarer Energien in Diemelsee einen hohen Stellenwert einnimmt, zeigen zahlreiche Projekte. Dazu zählen längst nicht mehr nur Windkraftanlagen und die Turbinen unterhalb der Talsperre, sondern auch Bioenergieanlagen und die Einrichtung des „Energiezentrums Diemelsee“ in Adorf.

Jüngstes Vorhaben ist die Errichtung eine Solarparks im Adorfer Gewerbegebiet am Ortsausgang Richtung Rhenegge. Die Pläne für die 18 000 Quadratmeter große Anlage mit 4320 Modulen, 90 Wechselrichtern und einer Trafostation für rund 2,6 Millionen Euro stellte Diplom-Ingenieur Christoph Lübcke von der BLG Projekt GmbH mit Sitz in Wolfhagen am Montagabend im Dorfgemeinschaftshaus Adorf zahlreichen interessierten Zuhörern, darunter auch Vertretern der heimischen Banken, vor. Einem entsprechenden Pachtvertrag mit einer Laufzeit von 35 Jahren hatten die Gemeindevertreter bereits zugestimmt. Die Module sollen jährlich „konservativ kalkuliert“ 875 Kilowattstunden Strom erzeugen. Das entspricht etwa dem Bedarf von 240 Haushalten mit vier Personen.

Lübcke wirbt mit der Kombination aus Umweltverträglichkeit und Wirtschaftlichkeit: Die Bürger können sich zu 25 Prozent Anteil an der Anlage beteiligen und von der Einspeisung des Stroms ins Netz der Energie Waldeck-Frankenberg (EWF) profitieren. 250 Anteile stehen in Kürze zum Verkauf. Der Geschäftsführer rechnet daher mit etwa 25 beteiligten Bürgern. „Von einem Bürgersolarpark im ursprünglichen Sinn sprechen wir erst ab einer Beteiligung von 40 Personen“, erklärt er den Titel „Solarpark Diemelsee“.

„Anfang Mai soll es losgehen und Anfang Juni soll der Solarpark Diemelsee fertig sein“, blickt Lübcke voraus.

Mehr lesen Sie in der WLZ-Zeitungsausgabe vom 24. März 2010.

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