Voraussetzungen für Erweiterung des Pflegehotels schaffen

„Aus“ für geplante Ferienhausanlagen in Willingen

Willingen - Einstimmige Entscheidung der Upländer Gemeindevertretung: Den Investoren, die Ferienhausanlagen am Willinger Treis und am Ettelsberg errichten möchten, wird eine Absage erteilt.

Das Parlament war in seiner Sitzung am Mittwoch zu mehreren bedeutsamen Weichenstellungen aufgerufen. Vor allem zwei Themenbereiche standen in den letzten Monaten im Mittelpunkt der öffentlichen Diskussion: Die eventuelle Umwandlung des ehemaligen RAG-Erholungsheims in ein Hotel, die abgelehnt wurde, und die Pläne von Investoren, am Treis und am Ettelsberg möglicherweise Ferienhaussiedlungen zu bauen.

„Ferienhäuser bringen den Ort nicht weiter“, betonte Bürgermeister Thomas Trachte. „Sie eröffnen eher neue Konfliktpotenziale.“ Vor allem jedoch sei es aus Sicht des Gemeindevorstands wichtig, bauleitplanerische Optionen offen zu halten für die eventuelle Entwicklung von Wohngebieten am Treis und für die seit Jahrzehnten geforderte Willinger Umgehungsstraße. „Wir haben uns jetzt zehn Jahre lang intensiv darum bemüht, dass sie bei der im kommenden Jahr anstehenden Fortschreibung des Bundesverkehrswegeplans hochgestuft wird.“ Umso wichtiger sei es jetzt, eventuelle Trassenführungen am Ettelsberg freizuhalten und keine falschen Signale auszusenden.

Nachdem sich die Fraktionen in der Vergangenheit schon intensiv mit den angedachten Ferienhaus-Anlagen befasst haben, gab es am Mittwoch im Parlament um diesen Punkt keinerlei Diskussionen mehr. Die interessierten Investoren werden jetzt darüber informiert, dass die vorliegenden Konzepte nicht weiter verfolgt werden sollen.

Ebenfalls einstimmig wurde der Beschluss gefasst, für den Bereich des Willinger Pflegehotels einen vorhabenbezogenen Bebauungsplan aufzustellen. Damit sollen die bauleitplanerischen Voraussetzungen für die Erweiterung des Unternehmens geschaffen werden. Im Rahmen des Verfahrens ist eine Vielzahl noch offener Punkte zu klären.

In der Sitzung standen weitere Bebauungsplanänderungen auf der Tagesordnung. Im Einzelnen ging es um die Verlegung einiger Bauflächen im Bereich des Bebauungsplans Hoppecketal II“, um die geplante Erweiterung des Hauses „Mondschein“ im Bereich des Familotels „Sonnenpark“ und um die Einrichtung von Werkstatt-, Lager- und Büroräumen eines Elektromeisters im „Weidenhof“.

In allen Fällen erfolgte eine einmütige Abwägung der eingegangenen Hinweise, Anregungen und Bedenken sowie ebenfalls einstimmige Satzungsbeschlüsse. (bk)

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