Zertifikat für Korbacher Weidemann GmbH · Arbeitsagentur würdigt „hervorragendes Engagement“

Ausgezeichneter Ausbildungsbetrieb

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Auszeichnung für den Ausbildungsbetrieb Weidemann: (v. r.) Manfred Hamel (Agentur für Arbeit) überreicht das Zertifikat an Geschäftsführer Bernd Apfelbeck. Das Foto in der Produktionshalle zeigt außerdem die Auszubildenden Maurice Voye und Svenja Kirsch, Personalleiterin Angela Stöcker (M.), Steven Schwarz (Agentur für Arbeit) und Monteur Sergej Herdt (l.).Foto: Kobbe

Korbach - Für hervorragendes Engagement in der Ausbildung hat die Weidemann GmbH das Zertifikat für Nachwuchsförderung erhalten. Damit zeichnet die Agentur für Arbeit Betriebe aus, die nach der Devise „Die Azubis von heute sind die Fachkräfte von morgen“ vorgehen.

Manfred Hamel, operativer Geschäftsführer der Korbacher Arbeitsagentur, überreichte die entsprechende Urkunde gestern Weidemann-Geschäftsführer Bernd Apfelbeck.

Zurzeit lernen 21 Auszubildende beim führenden Hersteller von Hof-, Rad- und Teleskopladern in fünf Berufen im technischen, gewerblichen und kaufmännischen Bereich. Nach der Ausbildung ist eine Übernahme garantiert. Außerdem stehen den erfolgreichen Absolventen duale Studienmöglichkeiten offen. Svenja Kirsch zum Beispiel beendet in Kürze ihre Ausbildung zur Kauffrau im Groß- und Außenhandel, um im Anschluss an der technischen Hochschule Mittelhessen in Bad Wildungen den Studiengang Mittelstandsmanagement zu belegen. Sie will ihr Fremdsprachen-Portfolio weiter vergrößern, um später im Auslandsgeschäft der international expandierenden Tochter des Münchener Wacker-Neuson-Konzerns zu arbeiten. Nach dem Abitur an der Alten Landesschule hatte sich Svenja Kirsch seinerzeit für eine Ausbildung bei Weidemann entschieden, weil es ihr bereits während eines Praktikums sehr gut in der Firma gefallen hatte.

„Wir gehen auf die Wünsche der Auszubildenden ein“, betonte Personalleiterin Angela Stöcker. Auch das sei Teil der Unternehmenskultur: „Ein Mitarbeiter ist für uns wie ein Kunde, und wir behandeln ihn auch so.“ Zu diesem Konzept gehören Auslandsaufenthalte während der Lehrzeit genauso wie die Teilnahme an konzernweiten Projekten, Messebesuchen oder Familientagen. 6,5 Prozent der Belegschaft, die aus 330 festangestellten Mitarbeitern und 100 Zeitarbeitskräften besteht, sind zurzeit Auszubildende und Studierende.

„Jungen Leuten aus der Region eine Chance auf einen erfolgreichen Start ins Berufsleben zu geben, ist für uns geradezu eine Selbstverständlichkeit“, führte Geschäftsführer Apfelbeck aus. Allerdings verschärfe sich der Wettbewerb um die Talente. Es falle zunehmend schwerer, geeignete Bewerber für die technischen Berufe zu finden.

Von Thomas Kobbe

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