Thema Hallenbad: Haupt- und Finanzausschuss tagt öffentlich am Dienstag, 29. Mai

Bald Abkühlung zu erwarten

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Letzte Hand legt Schwimmmeister Lars Lange an, damit die Korbacher beim Baden nicht mehr auf die eigene Wanne angewiesen sind. Mit einem Sauger befreit er im Rutschbecken den Boden von störenden Blättern.Foto: Dennis Schmidt

Korbach - Der Kampf gegen den Keim geht weiter: Derzeit wird die Trinkwasseranlage des Korbacher Hallenbads umgebaut. Unterdessen laufen auf der Hauer die Vorbereitungen für die Eröffnung der Freibadsaison.

Nach wie vor hält das widerspenstige Bakterium Pseudomonas aeruginosa Stadt und Badbetreiber EWF auf Trab. Seit Mitte April werden alle Leitungen des Trinkwassersystems von einer spezialisierten Fachfirma abschnittsweise immer wieder mit Chlorbleichlauge durchspült. Eine Desinfektion mit heißem Wasser war nicht möglich, weil streckenweise Kunststoff- statt Metallrohre im Leitungsnetz eingebaut sind. Bei den aktuell laufenden Umbauten am Rohrsystem sollen auch wenig durchspülte „Toträume“ beseitigt werden, die Keimen einen Nährboden bieten könnten. Eine erneute Beprobung wird laut EWF erst nach Abschluss der Arbeiten möglich sein. Gesundheitsamt, Analytiklabor und Fachfirma stünden dabei in engem Kontakt mit der EWF, um gemeinsam die erforderlichen Schritte zu koordinieren.

Ausschuss soll aufklären

Mit dem Thema „Hallenbad“ beschäftigt sich in einer Sondersitzung der Haupt- und Finanzausschuss am kommenden Dienstag, 29. Mai, um 18 Uhr im Sitzungssaal des Rathauses. Das Gremium tagt öffentlich. Zuletzt waren in der Stadtverordnetenversammlung die Wogen in der Hallenbad-Debatte hochgeschlagen (siehe Hintergrund)

Während das Hallenbad voraussichtlich bis zum Ende der Freibadsaison geschlossen bleibt, laufen auf der Hauer bereits die letzten Vorbereitungen an Becken und Grünanlagen.

Die Hochdruckreiniger haben Schwimmmeister Lars Lange und seine beiden Kollegen schon wieder eingepackt. Seit rund fünf Wochen sorgen sie dafür, dass es die Freibadbesucher, die sich bereits nach dem kühlen Nass sehnen, gemütlich haben werden.

Platten fegen, Bänke säubern, Sträucher schneiden, Pfosten lackieren: Die vorbereitenden Arbeiten im Freibad sind äußerst vielfältig. Die Filtertechnik müssen die Mitarbeiter ebenso unter die Lupe nehmen wie die Elektrik. Und auch der Imbiss, der mehr als ein halbes Jahr lang kein erfrischendes Eis und keine leckeren Fritten ausgespuckt hat, muss wieder auf Vordermann gebracht werden.

„Wir werden noch die Überläufe reinigen“, erklärt Schwimmmeister Lange. „Dann haben wir es geschafft.“ Wann genau das Freibad öffnen wird, hängt allerdings noch ein wenig in der (heißen) Luft.

Anfang der Woche schauten Mitarbeiter des Gesundheitsamtes vorbei und nahmen Proben aus dem frisch eingefüllten Wasser. Geht alles gut und sorgt das Ergebnis der Untersuchung nicht erneut für Stirnrunzeln beim Energieversorger, dann steht der Eröffnung nichts mehr im Wege. Doch die Routinevisite verlief in den vergangenen Jahren immer reibungslos, sind die Schwimmmeister zuversichtlich.

Ganz besondere Springer

Was vom Beckenrand unter allen Umständen verboten ist, hilft den Bademeistern im laufenden Betrieb: In besonders hektischen Zeiten bekommen die EWF-Mitarbeiter nämlich Unterstützung von der Deutschen Lebensrettungs-Gesellschaft. Bis es so weit ist, müssen allerdings noch alle Vorbereitungen abgeschlossen werden. (lb/den)

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