Kreissporthalle an der Alten Landesschule wird innen grundlegend saniert und bleibt monatelang gesch

Bauarbeiten bis zur Lehrerhitparade?

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Nach der Sanierung von Fassade und Umkleideräumen stehen in diesem Jahr umfangreiche Bauarbeiten im Innenraum an.

Korbach - Lüftung, Prallschutz, Sportboden: Die Kreissporthalle an der Solinger Straße wird innen komplett saniert. Die Bauarbeiten sollen im Laufe des nächsten Monats beginnen.

Nachdem im Rahmen des Konjunkturprogramms von Bund und Ländern die Umkleideräume sowie die Fassade zwischen 2009 und 2011 umfassend saniert wurden, steht nun der zweite Bauabschnitt an. Die Liste mit den einzelnen Vorhaben ist lang. Für rund 1,3 Millionen Euro sollen Prallschutz, Sportboden, Deckenverkleidung, die fest eingebauten Sportgeräte sowie die Beleuchtung (LED) und die Elektrotechnik erneuert werden. Der Einbau einer Lüftungsanlage ist vorgesehen. Wärmeversorgung, die im Untergeschoss befindlichen Zuschauer- toiletten und die Sitzbänke im Tribünenbereich sind außerdem zu modernisieren.

Kosten: 1,3 Millionen Euro

Insgesamt rechnet der Eigenbetrieb Gebäudemanagement des Landkreises mit Baukosten von rund 1,3 Millionen Euro. Die Drei-Felder-Halle wird hauptsächlich von der benachbarten Alten Landesschule (ALS) und dem TSV 1850/09 Korbach benutzt.

Wann die Bauarbeiten beginnen, die mit einer mehrmonatigen Schließung der Halle verbunden sein werden, hängt von der Genehmigung des Kreishaushaltes ab, der auch den Wirtschaftsplan des Eigenbetriebs umfasst. Die dafür zuständige Behörde, das Regierungspräsidium Kassel, hatte den Etat im vergangenen Jahr erst im April genehmigt. Nach jetzigem Stand der Dinge rechnet der Landkreis mit einer Freigabe des Haushalts im Laufe des März, dann können alle Aufträge vergeben werden, teilte Kreissprecher Dr. Hartmut Wecker auf Anfrage mit.

„Wir hoffen und bangen, dass bis zur Lehrerhitparade alles fertig ist“, kommentiert ALS-Schulleiter Robert Gassner die Nachricht. Die Veranstaltung findet, einer langen Tradition folgend, stets am letzten Freitag vor dem 1. Advent (30. November) statt. Ursprünglich sei geplant gewesen, dass die Bauarbeiten im Zeitraum zwischen Oster- und Herbst-ferien, also vom 14. April bis 1. November, erledigt werden können.

Ob dieser Zeitplan einzuhalten ist, erscheine nun angesichts des Genehmigungsvorbehaltes fraglich. „Wir werden abwarten, bis feststeht, wann es losgehen soll, und dann über die Konsequenzen beraten“, erklärte Gassner. Als Ausweichquartiere für den Schulsport kämen, wie schon während der Hallenschließung im ersten Bauabschnitt, die Sporthallen der nahen Beruflichen Schulen und der Humboldt-Schule sowie die Halle im früheren ALS-Domizil in der Klosterstraße in Frage. Solange das Wetter mitspiele, könnten die Sportstunden zudem vermehrt im Freien stattfinden, die Ra-sen- und Hartplätze in der Nach- barschaft benutzt werden.

Heimspiele eine Halle weiter

Alles in allem sieht der Schulleiter eine „große organisatorische Herausforderung“. Um sie zu bewältigen, sei die ALS vor allem auf die Solidarität der anderen Schulen angewiesen, auf die er, wie Gassner betonte, „sehr hoffe“.

Für ihre Heimspiele müssten sich auch die Handballer des TSV Korbach während der Bauzeit einen anderen Austragungsort suchen. Die benachbarte Sporthalle der Beruflichen Schulen sei dafür prädestiniert, so Abteilungsleiter Thorsten Spohr. Er rechnet damit, dass maximal vier Begegnungen auf fremden Boden ausgetragen werden müssten.

Zuversichtlich ist Spohr, dass im Zuge der Sanierung ein langgehegter Wunsch der Handballer mit verwirklicht werden kann: Beim Ausbau eines eigenen Raumes mit Thekenbereich wollen die Vereinsmitglieder auch mit anpacken. Entsprechende Zusagen habe der Landkreis vor einigen Jahren bereits gegeben.

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