Vöhl/Lichtenfels

Baubeginn an der K52 frühestens 2014

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- Vöhl/Lichtenfels (den/resa). Über den geplanten Ausbau der Kreisstraße zwischen Thalitter und Immighausen informierten am Dienstagabend die beauftragten Planer. Die neue Linienführung und Verbreiterung sorgt bereits für Diskussionen.

Es geht um 2,3 Kilometer, die von etwa vier Metern auf 5,50 Meter ausgebaut werden sollen. Gleichzeitig will das zuständige Amt für Straßen- und Verkehrswesen aus Bad Arolsen (ASV) die Linienführung verbessern und die Höhenunterschiede zwischen Thalitter und Immighausen einebnen. Am Ende soll eine 1,2 Millionen Euro teure Straße entstehen, die frühestens 2014 den aktuellen Standards für Kreisstraßen mit niedriger Verkehrsbelastung entspricht. Ein Jahr nach Baubeginn sollen die Maßnahmen abgeschlossen sein.

Im Dorfgemeinschaftshaus von Immighausen trafen sich am Dienstag mehr als 30 betroffene Bürger, die Teile ihres Grundbesitzes für die Verbreiterung der Straße verkaufen sollen. Projektingenieurin Thekla Gerhold informierte die Anwesenden über den Stand der Planungen. Einen Überblick über den Ablauf der Grundstücksverkäufe gab im Anschluss Horst Sinemus vom ASV-Team „Grunderwerb“. Insgesamt seien 45 meist landwirtschaftliche Grundstücke betroffen. Die Entschädigung richte sich nach den Verkehrswerten und wurde vom ASV im oberen Bereich angesetzt. Hinzu kommen verschiedene Zuschläge.

Zum großen Teil geht es nur um einige wenige Quadratmeter Land. Der größte Grundbesitz – insgesamt müssen 2000 Quadratmeter den Besitzer wechseln – liegt im Eingangsbereich von Immighausen. Nahe des Sägewerkes muss das ASV besonders strenge Vorgaben beim Gewässerschutz erfüllen. Deswegen ist geplant, eine 2,50 Meter breite Bankette samt Entwässerung zu bauen, die bei einem Unfall gefährliche Flüssigkeiten wie Öl und Benzin vom Wasserschutzgebiet fernhalten soll.

„Dem kann ich so nicht zustimmen“, ließ der Besitzer wissen. Zwei Gründe gab er an: Zum einen höre er zum ersten Mal davon, eine Leitplanke auf seinem Grund installieren zu wollen. Und zum anderen befürchte er, der begradigte Ortseingang führe künftig zu Vollgasdurchfahrten durch den Ort. Viele betroffene Grundstücksbesitzer sehen durch die bessere „Fahrdynamik“ ebenfalls diese Gefahr, befürworten aber das Vorhaben des Kreises. Die meisten von ihnen sind Landwirte, die die K52 befahren müssen, um auf ihre Felder und Äcker zu kommen. Bei vier Metern Fahrbahnbreite gestaltet sich das bisher schwierig, wenn Autos oder gar andere Landmaschinen in entgegengesetzter Richtung unterwegs sind.Den Vertretern aus Thalitter ist wichtig, dass der Bauabschnitt vom Gutshof bis zum Ortsschild verlängert wird.

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