Fundamente mit neun Meter langen Erdankern gesichert

Baumaßnahme im Zeitrahmen

Willingen - „Wir liegen gut in der Zeit“, ist Sportwart Volkmar Hirsch mit dem Fortgang der Bauarbeiten an der Willinger Mühlenkopfschanze zufrieden.

Als Bauingenieur zeichnet der frühere Skilangläufer für das Projekt als Ski-Club-Bauleiter verantwortlich. Er hält den engen Kontakt zu den ausführenden Firmen.

Sicherheit hat Vorrang

Am schwierigsten waren die Vorarbeiten. So wurde beispielsweise jedes Fundament mit mehreren neun Meter langen Erdankern gesichert. „Die Sicherheit an dem steilen Hang hat für uns absoluten Vorrang“, unterstreicht Hirsch. Die Wände um das Fundament des imposanten Turms wurden betoniert. Jetzt folgt die Decke zur Fertigstellung des Untergeschosses, dann der eigentliche Keller mit den Elektroanschlüssen, der Heizung und dem Aufenthaltsraum für Jörn Kesper und seine Kollegen vom Tretkommando.

„Der Aufwand für die Baumaßnahme ist extrem“, betont Hirsch. Aufgrund der auch von Schaulustigen viel beachteten Baumaßnahmen an der größten Großschanze der Welt wurde die Treppenaufgänge an beiden Seiten der Anlage gesperrt, um Unfällen vorzubeugen.

Neue Flutlichtanlage

Nach der Fertigstellung des Rohbaus sollen ab Mitte Juli die Stahlbauarbeiten am neuen Kampfrichterturm beginnen. Und zu diesem Zeitpunkt ist auch der Start für die Installation der Flutlichtanlage geplant. Derzeit werden die Angebote der Firmen noch auf mögliche Einsparpotenziale untersucht, dann fällt die Entscheidung, wer den Zuschlag erhält.

Baustein-Aktion

Unterdessen geht auch die Aktion „Bausteine für die Mühlenkopfschanze“ weiter, mit der der Ski-Club Willingen bereits jetzt einen sechsstelligen Betrag für das vom Internationalen Skiverband (FIS) geforderte Bauprojekt gesammelt hat. Volkmar Hirsch will nach Abschluss der Arbeiten den letzten Baustein mit seiner Spende erwerben. „Dann ziehen wir den Schlussstrich unter diese tolle Aktion des Vereins.“

Die Vorbereitungen für das Weltcup-Skispringen 2014 laufen. Am 1. und 2. Februar nächsten Jahres werden die weltbesten Skispringer zu zwei Einzelspringen auf der Mühlenkopfschanze erwartet. Und dann wird das Weltcup-Stadion mit den vielen Zuschauern und der außergewöhnlichen Stimmung in hellstem Glanz strahlen - und zwar im wahrsten Sinne des Wortes. Denn der neue Kampfrichterturm und die Flutlichtanlage werden weit vorher fertig sein. (r)

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