Korbach

Begeisterung für Mini-Halfpipe

- Korbach (nv). Artistik auf Rollen – das ist die Welt von Kevin Jürgens und seinen Freunden. Wenn es die Zeit zulässt, üben sie auf der Skate-Anlage in der Korbacher Allee. Seit dieser Woche lockt dort eine neue Mini-Halfpipe.

Ob Skateboarder oder Inline-Skater – wer etwas auf sich hält, präsentiert sein Können am liebsten in der „Halfpipe“, übersetzt „Halbröhre“. Die Form der Sportanlage entspricht einer in der Längsachse halbierten Röhre. In verschiedenen Freestyle-Sportarten dient die Halfpipe als Basis für spektakuläre Kunststücke, zum Beispiel Sprünge und Schrauben. Snowboarder ringen in der Halfpipe sogar um olympische Medaillen. Seit ihrer Eröffnung 1999 ist die Skate-Anlage ständig gewachsen. Inzwischen sausen die Skater über Rails und Banks mit verschiedenen Schwierigkeitsgraden oder messen sich gern auch mal beim Streethockey und -basketball. „Bei jedem Ausbau haben wir Jugendliche zum Aussuchen der Elemente eingeladen“, berichtet Bürgermeister Klaus Friedrich. „Es ist wichtig, dass die Jugendlichen die Anlage als ihre betrachten, denn so betreiben wir aktive Jugendarbeit und haben darüber hinaus kaum Probleme mit Vandalismus.“ Dass sich dieses Verfahren bewähre, zeige der rege Betrieb, der Nachmittag für Nachmittag in der Allee herrsche. „Das ist einfach Klasse“, freut sich der Rathauschef über die bewegungsfreudige Jugend. Die Frage, die marode gewordene Halbröhre aus Holz durch eine neue Miniramp zu ersetzen, stellte sich für die Stadt daher nicht. Beraten von der Skater-Truppe um Kevin Jürgens wählten Ute Ehringhausen und Christoph Knebel vom Kulturamt die Halfpipe aus. Die Anlage aus Betonelementen ist 10,5 Meter lang, fünf Meter breit und 1,50 Meter hoch. Die Kosten für das neue Gerät belaufen sich auf 25 000 Euro, womit die Stadt seit 2007 insgesamt 38 000 Euro in die Skate-Anlage investiert hat. „Wir haben uns alle sehr darüber gefreut und möchten uns bei allen Beteiligten bedanken“, betont Kevin Jürgens im Namen der Korbacher Skater, die in der Halbröhre voll auf ihre Kosten kommen. „Die Jungs haben sich sogar bereit erklärt, die Anlage selbst instand zu halten“, hebt Ute Ehringhausen hervor. So werden sie künftig auch ganz besondere Kunststücke präsentieren, zum Beispiel die Müllentsorgung mit dem Skateboard oder das Kehren mit Inline-Skates an den Füßen.

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