Korbach

Beim Sommerkonzert in der Alten Landesschule kamen alle auf ihre Kosten.

- Korbach (mba). Ein buntes Potpourri der Musikstile präsentierten die Musikensembles der Alten Landesschule bei ihrem Sommerkonzert. Das Publikum war begeistert.

Alle Zuhörer in der Aula kamen auf ihre Kosten, denn das Programm der musikalischen Schüler spannte einen Bogen von Händel-Menuett und Spiritual über ein Singspiel „Agathes Alptraum“, finnischem Chorgesang und Gitarren-Blues bis zu zeitgenössischer Rockmusik. Es gab Stücke von Duke Ellington und Van Morrison, den Bananenboot-Song „Day-O“, den Evergreen „Sunshine of my live“ und den Nummer-1-Hit „Umbrella“ von Rihanna. Ein seltenes Hörerlebnis dürften für die Gäste die TV- und Filmmelodien gewesen sein: das Instrumental-Ensemble hatte die Titel von „Familie Feuerstein“ und „Sesamstraße“ einstudiert und spielte gemeinsam mit den Bläsern und Streichern „Pippi Langstrumpf“. Die Streicher hatten mit dem „Star Wars“-Thema ganz großes Kino im Programm. Ein etwas unplanmäßiges Ende hatte der Vortrag des Kammerchors, der den Sesamstraßen-Hit „MaNaMaNa“ zum Besten gab: nach dem zweiten Solo-Teil von Axel Reichelt („Mamananamana Manab. Manamammamanananab...“) musste nicht nur das Publikum lauthals lachen, sondern auch die Sängerinnen und Sänger – einschließlich Chorleiterin Silvia Grebe – konnten sich nicht mehr beherrschen. So endete das Stück in allgemeiner Heiterkeit. Ärger mit der Technik hatte die Rock-AG bei ihrem Auftritt, denn erst waren die Monitore zu leise, dann fiel ein Mikro aus und außerdem übertönte der Bass die Gitarre. Dass die jungen Künstler sich davon nicht im Geringsten aus dem Konzept bringen ließen und souverän ihren Auftritt durchzogen, zeigte große Nervenstärke und wurde mit lautem Beifall belohnt. Zum Abschied zitierte Schulleiter Robert Gassner aus einer Studie über Musikunterricht: „Die Musik ist ein Wesenszug des Menschen und bietet den Jugendlichen die Möglichkeit, sich als Schöpfer von Kulturen erfahren zu können. Durch ihre sozialisierende Wirkung trägt sie zur Öffnung gegenüber den Mitmenschen bei. Genau das haben wir heute erlebt.“

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