50000 Euro Unterstützung für interkommunale Zusammenarbeit zwischen Vöhl und Lichtenfels

Belohnung vom Regierungspräsidenten

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Freuen sich über den Förderbescheid: Der Lichtenfelser Bürgermeister Uwe Steuber, Bauamtsleiter Volker Ashauer, Regierungspräsident Dr. Walter Lübcke und Vöhls Bürgermeister Matthias Stappert.Foto: Demski

Vöhl - Ein Bauamtsleiter, zwei Bauämter: Die Kommunen Vöhl und Lichtenfels arbeiten Hand in Hand. Dafür gibt es die Zustimmung des Regierungspräsidenten. Der brachte gestern einen Förderbescheid zur Unterstützung der interkommunalen Zusammenarbeit.

Fast 200 Quadratkilometer Fläche und insgesamt 23 Ortsteile: Volker Ashauser hat viel zu tun. Schließlich ist der Schwalefelder seit Anfang vergangenen Jahres Bauamtsleiter der beiden Kommunen Vöhl und Lichtenfels. „Das ist der erste Schritt in Sachen interkommunaler Zusammenarbeit“, betonen die Bürgermeister. Rund 57000 Euro sparen die beiden Kommunen auf diese Weise. Und gleichzeitig spült das Modell auch noch zusätzliches Geld in die Kassen: Denn gestern überreichte Regierungspräsident Dr. Walter Lübcke den beiden Bürgermeistern einen Förderbescheid über 50000 Euro. „Der erste Bescheid, den ich im Regierungsbezirk für einen gemeinsamen Bauamtsleiter übergebe“, erklärte Lübcke. Er unterstütze das freiwillige Zusammenwachsen von Kommunen. „Alte Gräben sollten überwunden werden“, appellierte er, „und dabei müssen die Menschen mitgenommen werden“.

Das wünschen sich auch der Lichtenfelser Bürgermeister Uwe Steuber und seiner Vöhler Amtskollege Matthias Stappert. „Ich war am Anfang wohl etwas zu euphorisch“, räumte Steuber ein, „es ist eine Herausforderung, die Mitarbeiter und die Politik bei diesem Thema mitzunehmen“. 4,5 Millionen Euro würden noch dieses Jahr in Lichtenfelser Kanalmaßnahmnen fließen. „Da muss ein gemeinsamer Bauamtsleiter dann schonmal Überstunden machen“, befand Steuber. Außerdem seien Umschichtungen in der Verwaltung nötig. Hauptamt und Bauhof würden stärker eingebunden und mehr Verantwortung bekommen. „Ich glaube aber an dieses Projekt“, betonte Steuber, „denn wir sind nun mal aufgefordert, Geld zu sparen“.

Zukunftsfähig bleiben

Neben dem Bauamt könnte das künftig auch auf anderen Ebenen gelingen, wünschen sich die Bürgermeister. „Bereits jetzt tauschen wir auch mal ohne großen bürokratischen Aufwand Ersatzteile aus oder greifen auf gemeinsame Experten zurück“, erklärt Stappert, „inzwischen hat sich da ein Netzwerk gebildet“. Aber auch er räumt ein: „Noch ist die interkommunale Zusammenarbeit nicht so in den Köpfen der Menschen, wie wir uns das vielleicht gewünscht haben“. Um auch als kleine Kommune zukunftsfähig zu bleiben, seien eben solche Projekte und Kreativität aber nötig.

Von Theresa Demski

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