Korbach

Bergdorf beweist Gastfreundschaft

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- Korbach-Goldhausen (resa). „Von allen, für alle“: Das Motto, das sich die Goldhäuser auf die Fahnen geschrieben haben, war auch am Donnerstag der Leitfaden beim Besuch der Bewertungskommission von „Unser Dorf hat Zukunft“.

Auf ihrer langen Reise durch den Landkreis kam die Bewertungskommission in Goldhausen richtig ins Schwitzen: Das lag auf der einen Seite am strahlenden Sonnenstein, den die Goldhäuser pünktlich zum Dorfrundgang gebucht hatten, auf der anderen Seite an der Hanglage der kleinen Ortschaft. „Ein eigenwilliges Bergdorf mit zehn Buchstaben?“ Friedrich Friedewald gab die Antwort für Kreuzworträtselfreunde selbst: „Goldhausen“.

Eigenwillig zeigten sich die Menschen in dem Örtchen dann aber nicht, viel mehr begeisterten sie die Kommission mit großer Gastfreundschaft. Ortsvorsteher Wolfgang Behle und viele Goldhäuser, die sich für die Dorfbereisung frei genommen hatten, führten die Gäste durch den Ort, der einst als Siedlung für Bergleute enstand. Sie präsentierten die Goldwaschanlage hinter dem Dorfgemeinschaftshaus und luden zu einer Reise in die spannende Geschichte des Ortes ein, sie präsentierten stolz ihre neue Eisenberghütte und ließen dann einen ausgiebigen Blick über Felder und Wälder schweifen, bevor sie ihre Aufmerksamkeit der Theatergruppe widmeten.

Die begrüßte Gäste und Einheimische in Kostümen mit einer kleinen Szene und wies auf viele gesellige Ereignisse im Ort hin. Ob alte Schule, Brunnen, Hundefriedhof oder Schauwände: Die Goldhäuser ließen keine Station auf ihrem Spaziergang aus. Auf dem Hof von Familie Jost lud Konditormeisterin Isabel Jost zum Pralinennaschen ein und präsentierte ihre Idee von Räumen zur Pralinenvorführung. Bevor es Richtung Feuerwehr weiterging, stimmte der Gemischte Chor sein Heimatlied an. Von Wettkampferfolgen und vielen Stunden Eigenleistung berichtete dann Wehrführer Andreas Sinsch, bevor er die Kommission und die Goldhäuser zum Grillen einlud. Am Ende war Sigrid Göbel von der Kommission überzeugt: „Sie haben uns heute kein Theater vorgespielt, das war wirklich Goldhausen - von allen, für alle“.

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