Goldhausen

Bergwerkssaison startet mit Waldgottesdienst

- Korbach-Goldhauen (nv).Rein in die gelben Gummistiefel und Wetterjacken, den Helm auf den Kopf und auf geht es Deutschlands größte historische Goldlagerstätte. Das Besucherbergwerk Goldhausen ist seit Sonntag wieder geöffnet.

„Glück auf, Glück auf; der Steiger kommt; und er hat sein helles Licht bei der Nacht, und er hat sein helles Licht bei der Nacht; schon angezünd´t, schon angezünd´t . . .“: Mit dem „Lied der Bergleute“ eröffnen Einheimische und Gäste am Sonntag vor dem Tor des Unteren-Tiefen-Tal-Stollens die Bergwerkssaison. Die ehrenamtlichen Besucherführer des Vereins „Historischer Goldbergbau Eisenberg“ entzünden zwar keine Laterne, knipsen aber Helm- und Taschenlampen an, um Licht in die golden glitzernde Unterwelt zu bringen.

Bevor die vergünstigten Touren in den Berg starten, versammeln sich alle bei herrlichem Frühlingswetter zum Waldgottesdienst. Mit einem herzlichen „Glück auf“ begrüßt Wolfgang Behle, Ortsvorsteher und Vereinsvorsitzender, Besucher und Ehrengäste – darunter die scheidende Goldmarie Melanie Buhl und Axel Krüer von der „Stiftung Zukunft“, die den Verein bei Instandhaltung und Ausbau des Stollens unterstützt. „Goldrichtig geht es ab heute wieder in den Berg hinein“, greift Stadtverordnetenvorsteher Heinz Merl das Motto der Stadt Korbach auf. „Und wir gehen davon aus, dass es im nächsten Jahr noch ein bisschen weiter geht“, verweist er auf das nächste große Projekt des Vereins. Bereits seit 2009 erschließen die Goldhäuser einen rund 200 Meter langen Seiteneingang, um detaillierte Einblicke in den mittelalterlichen Bergbau zu ermöglichen.

Reichtum, Reinheit, Beständigkeit, Überlegenheit: In der Bibel steht Gold symbolisch für diese Begriffe. Die Auseinandersetzung mit Werten und Wertschätzung rücken Ilona und Martin Engel, Pfarrer in Sachsenberg, anschließend in den Mittelpunkt ihrer Andacht. Für die musikalische Umrahmung des Gottesdienstes sorgt an diesem Vormittag der Gemischte Chor Eisenberg unter Leitung von Hartmut Scharfe.

Mehr lesen Sie in der WLZ-Zeitungausgabe vom 26. April 2010.

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