Rund 500 Gäste beim Kirmesmontag in Meineringhausen

Besser als Fernsehen - Bildergalerie

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Der Saal tobt: Mit rund 500 Besuchern ist die Walmehalle in Meineringhausen mal wieder brechend voll. Das Spektakel am Kirmesmontag lässt sich kaum einer entgehen.Fotos: Lutz Benseler

Korbach-Meineringhausen - Hungrige Divas, Bauern auf Partnersuche und eine Außenwette mit den kleinsten Ofenkuchen der Welt: Quer durchs Fernsehprogramm zappen die Meineringhäuser Kirmesburschen und -mädels bei ihrem längst legendären Showabend.

Mit rund 500 Besuchern war die Walmehalle am Kirmesmontag brechend voll - mal wieder. Der Showabend der Kirmesburschen und -mädels ist längst legendär, und das nicht ohne Grund: Der Aufwand ist groß, wochenlang haben die jungen Leute das gut zweistündige Programm einstudiert, Kostüme geschneidert und Kulissen gebastelt. Und die Meineringhäuser zeigen Einsatz auf der Bühne und trauen sich etwas - wenn es sein muss, ziehen sie auch mal (beinahe) blank.

Entsprechend groß waren auch an diesem Montag die Erwartungen des Publikums. Alle Blicke richteten sich auf die Bühne, dort folgten die Nummern Schlag auf Schlag. Roter Faden des Programms waren Al und Peggy Bundy aus der „schrecklich netten Familie“, die sich auf dem Sofa sitzend von Sendung zu Sendung zappten.

Vom Vorspann der Sitcom „Two and a half men“ bis hin zur RTL-Tanzshow „Let‘s dance“ war nichts sicher vor den Burschen und Mädels. So suchten etwa der seriöse Schweinehirt Sönke aus Strothe oder der pfiffige Pferdeflüsterer Philipp eine Frau, Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer tanzten bei der „Augsburger Pupskiste“ über die Bühne. Neueste Nachrichten gab es bei der Meineringhäuser Tagesschau: „Richter kauft sich Navi und fährt Rinn­insland.“

Bei der Wetten-dass-Außenwette backte Tante Annemarie den kleinsten Ofenkuchen der Welt - in Meineringhausen gibt es ja schließlich nur kleine Kartoffeln, weil die Bauern so schlau sind. Zur Kirmesmontags-Hymne könnte sich folgender Schlager entwickeln: „Immer wieder dienstags fehlt die Erinnerung.“ Und zum Abschluss sang Helene Fischer „Atemlos“.

Kaum zu glauben, dass am dritten Kirmestag noch so viel Kondition in den Beinen steckte. Das Publikum jedenfalls war sich im Urteil über den Abend einig: Besser als jedes Fernsehprogramm.

Von Lutz Benseler

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