Korbach

„Betriebsstörung“ im MVV-Heizkraftwerk

- Korbach. Eine defekte Rohrleitung führte nach Angaben des Betreibers im MVV-Heizkraftwerk zu einer Betriebsstörung. Seit Mittwoch läuft die Anlage, in der vorbehandelter Abfall verbrannt wird, wieder normal.

„Der Ablauf der Betriebsstörung lässt darauf schließen, dass es zu keiner Gefährdung hätte kommen können“, erklärte am Donnerstag Michael Conrad, Sprecher des Kasseler Regierungspräsidiums. Die Anlage sei rechtzeitig und vorschriftsmäßig heruntergefahren geworden. Die Messdaten seien der Aufsichtsbehörde wie vorgeschrieben übermittelt worden. Eine Auswertung stehe noch aus.

Wegen eines Defektes in einer Versorgungsleitung für Harnstoff sei es am 4. Januar im Kraftwerk zu einem Anstieg der Stickoxid-Werte im Abgas gekommen, teilte dazu der Anlagenbetreiber, MVV Energiedienstleistungen (Mannheim), mit. „Daraufhin wurde, wie im Störungsmanagement vorgesehen, die Aufgabe von Ersatzbrennstoff eingestellt und der Kessel auf Gasbetrieb umgestellt“, heißt es weiter.

Der ungefährliche Harnstoff werde in den Feuerraum des Kessels gegeben und wandele dort die bei der Verbrennung entstehenden Stickoxide um. Durch den Defekt sei zu wenig Harnstoff in den Kessel gelangt. Dies habe nach Angaben des Betreibers zu einem Anstieg des Tagesmittelwertes für Stickoxide auf etwa 25 Prozent über dem Grenzwert geführt. Bei allen anderen Abgasparametern hätten die Werte weit unter den zulässigen Grenzwerten gelegen.

Mehr lesen Sie in der Ausgabe der Waldeckischen Landeszeitung vom 8. Januar.

Kommentare