Humboldt-Schule erhält begehrtes Zertifikat „Gesundheitsfördernde Schule“

„Bewegt und von Zusammenhalt geprägt“

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Die erste, zertifizierte „Gesundheitsfördernde Schule“ in Waldeck-Frankenberg: Schulleiterin Ute Moldenhauer nimmt mit den Schulsprechern Agnesa Rama und Arti Sheqiri die Urkunde von Kultusstaatssekretär Dr. Manuel Lösel entgegen.Fotos: Kobbe

Korbach - Als Erste im Landkreis hat die Korbacher Humboldt-Schule das begehrte Zertifikat „Gesundheitsfördernde Schule“ erhalten. Zur Feier des Tages bewirteten die Schüler ihre Gäste mit frischen Häppchen und einem abwechslungsreichen Programm.

Scheck, Urkunde und die Hinweistafel für den Eingang überreichte in Vertretung seines zunächst angekündigten Ressortchefs Kultusstaatssekretär Dr. Manuel Lösel. Mit dem Zertifikat, das für vier Jahre ausgesprochen wird, würdigt das Hessische Kultusministerium die zahlreichen Aktivitäten zur Gesundheitsförderung im Schulalltag.

„Sie können stolz sein auf das, was Sie mit dem Gesamtzertifikat erreicht haben“, adressierte der Staatssekretär das Lob, stellvertretend für die Schulgemeinde, an Schulleiterin Ute Moldenhauer. Vor dem Hintergrund, dass an einer kleinen Schule die Anforderungen stets auf nur wenigen Schultern liegen, sei der Einsatz besonders eindrucksvoll und anerkennenswert. Das Gesamtzertifikat sei das Ergebnis langer Anstrengungen: „Über viele Jahre haben Sie den Unterricht und das Schulleben im Sinne einer gesundheitsfördernden Schule umgestaltet - dafür sollen Sie heute belohnt werden!“

Durch die Zertifikate soll ein gesundheitsförderndes Klima in den Schulen geschaffen werden, betonte Lösel. Wie dies in der vor rund 43 Jahre gegründeten Schule ausgeprägt ist, davon konnte sich Lösel bei einem kurzen Rundgang überzeugen. Neben „Lern-Insel“, Mediothek und Cafeteria mit gesundem Obst- und Frühstücks-Angebot, besuchte er auch den MOVE-Klassenraum. Hier wird im Rahmen der Sucht- und Gewaltprävention buchstäblich Raum gegeben, sich gemeinsam mit Motivation, Organisation, Verhalten und Ermutigung zu beschäftigen.

Von Ernährungs-Experimenten im Unterricht bis hin zu den Sport- und Bewegungsangeboten auf dem Schulhof oder die „Pausen-Spielekiste“ komplettieren die große Bandbreite der Projekte und Programme. „Gesundheitsförderung ist nur dauerhaft wirksam, wenn sie zur Gemeinschaftsaufgabe wird, wenn Betroffene zu Beteiligten werden und der gemeinsame Blick auf die ‚Gesundheit‘ von allen getragen wird. Das ist an Ihrer Schule wunderbar gelungen“, resümierte Lösel.

Schulleiterin Ute Moldenhauer gab den Dank an ihre Kolleginnen und Kollegen, an Eltern, Schüler und die Ehrenamtlichen weiter, die für die vielfältige Nachmittagsbetreuung sorgen. Denn nur, wenn alle sich diesem Ziel verschreiben, stelle sich der gewünschte Erfolg ein. Die gesunde Ausrichtung der „bewegten und von Zusammenhalt geprägten Schule“ sei jedoch nicht zielgerichtet mit Blick darauf erfolgt, so schnell wie möglich das Zertifikat zu erhalten. Eher umgekehrt habe es sich entwickelt: „Wir stellten fest, dass viele unserer Angebote ins Profil der Auszeichnung passen.“

An der Feierstunde nahmen unter anderem Landrat Dr. Reinhard Kubat und Bürgermeister Klaus Friedrich, die Erste Stadträtin und langjährige (1981 bis 2009) Humboldt-Schulleiterin Gudrun Limperg, die CDU-Landtagsabgeordnete Claudia Ravensburg sowie Vertreter der benachbarten und kooperierenden Schulen teil. Die Namensgeber Wilhelm und Alexander von Humboldt „hätten ihre Freude an dieser Veranstaltung“, sagte Kubat in seinem Grußwort. Zeigten die Vorführungen doch, wie vielseitig der Unterricht sei und wie intensiv sich die Lehrer den Schülern widmen. Bürgermeister Friedrich nannte die Humboldt-Schule „ein Spiegelbild der Stadt, was Lebendigkeit und Vielfalt betrifft“. Es sei zu spüren, wie viel Spaß es den Kindern mache, an ihrer Schule mitzuwirken.

Von Thomas Kobbe

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