Korbach:

Biogasanlage: „Wirksame Abhilfe nötig“

- Korbach (jk). In der Debatte um die Biogasanlage fordert Korbachs Bürgermeister Klaus Friedrich „wirksame und dauerhafte Abhilfe“. Wiederholt hatte die Stadt beim Regierungspräsidium (Kassel) sowie bei der Wasserschutzbehörde und dem Landwirtschaftsamt (Kreis) nachgehakt.

Nunmehr ist ein Schreiben an Regierungspräsident Dr. Walter Lübcke auf dem Weg, mit dem die Stadt „Abhilfe und Aufklärung“ verlangt, erläuterte Friedrich auf WLZ-FZ-Nachfrage. „Ziel muss sein, dass die Geruchsbelästigung aufhört“, sagt Friedrich. Ordnungsamtsleiter Carsten Vahland verweist auf drei Mappen voller Beschwerden im Rathaus – wegen wiederholten Gestanks durch Biogasanlage oder Gärreste auf den Feldern. Die Menge an Beschwerden müsse die zuständigen Behörden wachrütteln. „Ich würde ein sachliches, öffentliches Gespräch mit den Behörden sehr begrüßen“, betont Friedrich. Klare Information und Aufklärung der Bewohner im Umfeld seien wichtig. Allein in den Neubaugebieten zwischen Krankenhaus und Flugplatz wohnen rund 2500 Menschen. Hinzu kommen „Blumenviertel“ und Wohnbereiche bis in die Altstadt.In ihrer Stellungnahme beschränkt sich die Stadt dabei nicht auf die Biogasanlage am Ortsrand Richtung Nordenbeck, sondern mahnt grundsätzliche Überprüfungen an, was und in welcher Intensität an Gärresten aus Biogasanlagen, Gülle, Klärschlamm oder Fäkalschlamm auf Felder rund um Korbach gelangt.

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