Farbenfroher Festzug bei der Salatkirmes in Strothe

Bissige Seitenhiebe verteilt – Bildergalerie

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Korbach-Strothe - Der farbenfrohe Umzug mit zahlreichen witzigen Motivwagen und -gruppen, die nicht mit bissigen Seitenhieben sparten, bildete auch in diesem Jahr den Höhepunkt der Salatkirmes in Strothe.

Während der Wagen des Königspaares Mirielle Röttger und Marcel Schäfer den Zug anführte, setzten die Kirmesburschen und -mädchen aus Meineringhausen mit ihrem Hochzeitspaar auf der Ladeschaufel des Treckers einen ironischen Schlusspunkt am Ende des Lindwurms.

Einen farbigen und besonders prächtigen Akzent setzte der Bürgerverein Meineringhausen mit seinem Mottowagen zum Thema 775 Jahre unbeugsames Dorf, denn sowohl Asterix, Obelix, Troubadix und andere Gallier als auch Julius Caesar und Cleopatra wiesen auf das Dorfjubiläum im kommenden Jahr hin.

Zeitkritik kam auch nicht zu kurz: „Hier werden Sie geholfen“ versprachen die gelben Engel und lilanen geilen Bengel und präsentierten einen Audi 80 der ersten Generation (1972-1976) als „Auto des Jahres“. Die Sportler nahmen erneut den FC Bayern München ins Visier. Dieses Mal war Steuersünder Uli Hoeneß das Ziel des Spottes: „Statt im San Siro oder Wembley zu Gast, schaut Uli demnächst nur noch Fußball im Knast.“

Nicht besser kam „Tebartz von (diebischen) Elst(er)“ weg: „Der Tebartz treibt es viel zu doll, Franziskus findet’s gar nicht toll.“ Einen Ausflug ins Utopische unternahmen die Landfrauen mit dem Motto „Stell Dir vor, es ist Dorfabend und alle gehen hin“.

Auch der Musikverein Ober-Waroldern war mit von der Partie. Er hatte aber noch einen weiteren Auftritt, nachdem der Festzug seinen Weg durch Stro­the genommen hatte. Mit einem Medley „Stars and Stripes Forever/Glory, Glory Hallelujah“ stimmten die Bläser auf die Rede von Marcel Schäfer ein, der sich beim Ortsbeirat und Bürgermeister Klaus Friedrich für die Unterstützung und bei den Anwohnern für ihr Verständnis für ein paar etwas lautere Nächte bedankte, ehe ihm seine Königin Mirielle Röttger den Festschmuck umhängte.

Anschließend stimmte der Musikverein das Waldecker Lied an. Dies war zugleich der Ausklang des offiziellen Programms, auch wenn im Festzelt noch munter weiter gefeiert wurde.

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